Dienstag, 24. März 2015

auf der insel

auf der insel I fräulein text


dahinter und da/vor/hängen
im Sonnenschlitz früh/stücke/n

durch Gräser blicken
den Apfelblüten zu/sehen



auf der insel I fräulein text
Bildunterschrift hinzufügen

mit der Nasenspitze ganz nah am Ellenbogen
einen Eisfluts/ch/aum löffeln





auf der insel I fräulein text

Sonne, Schutz und Gleichmut
in die kleine weiße Kirche schreiben
ja, dort
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)

unter einem anderen Dach, dem Meer nachsehen
ganz oben ganz weit werden

auf der insel I fräulein text

auf die Wiesen trinken 
                                                             
 (ein paar Schritte weiter gibt's übrigens 
auch ziemlich guten Käse!)
den >krummen Hund< nach Hause führen




auf der insel I fräulein text



nah ans Kliff heranstaunen
vor dem Hagel s/türmen

große Gespülfreude empfinden

eine Gran/olala/ndschaft mitnehmen

für ein großes Blech

200 Gramm kleinblättrige Haferflocken
100 Gramm Buchweizenflocken
200 Gramm Buchweizen
150 Gramm gehackte Mandeln/Haselnüsse/Walnüsse
einzwei Handvoll Kokoschips
30 Gramm Sesam
100 Gramm ungesüßter Kakao
1 Teelöffel Vanillepulver
1/2 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Meersalz

mischen

60 Milliliter Dattelsirup/Honig/Ahornsirup
60 Milliliter erhitztes flüssiges Kokosöl

unter die
Flockendüne
rühren

auf ein (leicht) gefettetes Backblech umbetten
bei 175 Grad U im Ofen krossizieren
zehn Minuten von der einen,
zehn Minuten von der anderen Seite
plumi

immer schön im Auge
und den Löffel in der Hand
halten

wendenwendenwenden

ins Früchtefrohstück heben
oder unter den Joghurt

//
ein Farbschema entdecken

auf der insel I fräulein text

den Durchblick finden
den Kühlschrank leerräumen

und dabei
auf den Geschmack
kommen

in einer Schüssel

Bulgur Rauke Radicchio
Avocado Orange Parmesan
Cranberries und Kokoschips

Senf Honig Zitrone Olivenöl
Salz Pfeffer

Apropos Geschmack:
Hätte ich nicht gedacht,
nun schon zum zweiten Mal Sylt.
Unbedingt wieder.

Meer, Strand, Heide, Watt, Grün und manchmal wie in einem Film von Jacques Tati.

unbedingt: Mittwochskonzert in St. Severin // Fliederbeersuppe in der Alten Friesenstube // vorbei an Haus Kliffende Richtung Klappholttal // einmal um die Südspitze // die Wattseite gegenüber der Sansibar // ein Stück Rosentorte // durchatmen // die Sicht freihalten // den Wind machen lassen

+
die Insel zum Nippen
ins Schaufenster überführt
°

Mittwoch, 18. März 2015

am meer

am meer I fräulein text
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Die Nordsee ist immer ein guter Anfang. Für Gedanken. Für Abstand. Für Salzluft, die das Haar in krause Kurven legt und für den Wind, der lauter kleine Falten ins Gesicht weht. Vor/Freude/Falten. Für dicken Butterkuchen unter einer noch dickeren Mandeldecke und schmalen Matjes in noch schmaleren Brötchen. Für Momente, die bleiben, weil sie so einfach sind. Für Weitblick und die Wirklichkeit, für neue Impulse und alte Muster, die ich dann doch echt gerne habe.
Dieser Ort hier hat mich in den letzten Wochen verunsichert. Fühlte sich irgendwie nicht mehr richtig an. Bin ich noch Fräulein Text? Was nach außen hin vielleicht klar und geradlinig aussieht, hat innerlich so viele Abzweigungen genommen, dass die Leichtigkeit verloren gegangen ist. Am Wort und an der >Welt<. Schwere Schultern und ein Druck im Ohr (der mich leider immer noch begleitet) haben mich auch körperlich Abstand halten lassen. Dabei zu viel rechts und links auf der Suche nach der Frage: Wo ist mein Fokus? Wahrscheinlich liegt er dann doch abseits der Wege und alles ist gar nicht so verkehrt, wie man es selber meint. Deshalb: Fräulein, weiter im Text.
 Es hat aufgehört, zu schneien.

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