Mittwoch, 21. Mai 2014

zuhören

Biskuitrolle mit Holunderblütencreme

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ganz Ohr:

früher oder später
blüht der Holunder




Biskuitrolle mit Holunderblütencreme

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An einem warmen Sonn(en)tagsmai flüsterte mir das Gartengrün ins Ohr: Holunderblüten. Nur ein Wort - und ich bin reif, denn die kleinen Sterne sagen meinen frühen Sommer an. Den mit der zarten Wärme und der forschen Luft. Den mit den frischen Füßen und den guten Abenden Ach, für mich könnte immer früher Sommer sein. Oder später. Apropos früher oder später: Dieses Jahr hollert es zwar früher als im letzten, doch für die ganz frühen (wie mich) parkt zum Glück gar fruchtiges Gepäck im Kühlschrank. Bereits in der Dreizehn gepflückt und aromatisch verpfropft, verkonfiführt es nun verpackt in einer flaumigen Roulade aus Biskuit, die bei der Trennung schmackhaft zischt: >Du wirst mich mögen<.

Ohja, und ich mag dich - sehr.

Für eine kühle Rolle also (und 12 Scheiben), mit Holunderblütencreme und Pistazienknack, braucht es trotzdem einen warmen Ofen; vorgeheizt auf 200 Grad O/U. Denn die Basis bildet ein Biskuit. Und bevor ihr jetzt ehrfürchtig die Zeilen über(sc)rollt: So eine Roulade bekommt jeder hin. Nicht nur sonntags. Wirklich - nur ran an's Gebäck! Dafür vier Eier trennen und das Weiß mit einer Prise Salz zu Schnee anschlagen. Nach ein paar schaumigen Umdrehungen 25 Gramm Puderzucker einrieseln und flott zum Berg aufmixen. Überkopfprobe, wer sicher gehen möchte. Das gelbe Quartett mit 75 Gramm Feinzucker und einer Messerspitze Vanille dick und cremig (!) aufschlagen. Ist das geschehen, den Schnee über der Creme auftürmen und mit 75 Gramm Dinkelmehl (Typ 630) - gemischt mit einem halben Teelöffel Backpulver - besieben. Locker mit einem Besen unterheben; ein flaumiger Teig mit luftigen Bläschen soll entstehen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech fließen lassen und gleichmäßig verstreichen, in den Ofen schieben und 10 bis 15 Minuten lang zu einem goldigen Eck heranzüchten. Sofort auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen, das Papier abziehen und zusammen mit dem Tuch von der Längsseite her aufrollen. Das sichert die Form und beugt späteren Bruchstellen vor. In Ruhe lassen.

Für die Füllung 250 Gramm Quark (20%) mit sechs großzügigen Esslöffeln Holunderblütensirup glattrühren. Abschmecken und nachsüßen bei Bedarf; eure Zunge gibt den Takt vor! Vier Blätter Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken, in einem Topf gemeinsam mit zwei Esslöffeln des Kaltwassers zart erwärmen, auflösen. Mit ein/zwei Löffeln Holunderquark akklimatisieren, um doofe Klümpchen fernzuhalten, dann zügig unter die Masse rühren. Kurz zur Gelatine: Ich bin kein großer Fan der Blätter und auch kein großer Fan schnittfester Cremes, in diesem Fall finde ich die schaumigporöse Konsistenz dank Tine jedoch ideal - und der Rollenform fröhlich zugetan. Fühlt euch dennoch frei, zu experimentieren - sei es mit Agar Agar oder auch ganz ohne. Die Creme kühlstellen und anziehen lassen. Auf halbfester Strecke 250 Gramm geschlagene Sahne unterziehen.

Nun den Biskuit entrollen, die Innenfläche mit Holunderblütengelée saftig bestreichen - in meinem Fall aus dem bewährten Glas mit Sekt - die Quarksahne aufglätten, eine Handvoll ungesalzene und gehackte Pistazienkerne aus selbiger fallen lassen, und den Bi wieder aufrollen. Das ist der trickreichste Part an der Rolle und erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Habt ihr zuviel Creme, nehmt sie beim finalen Überschwung mit einem Löffel ab. Sie schmeckt auch pur gekühlt zu gut. Die Rolle auf der Naht absetzen und (auf einer Platte) runterkühlen lassen. Unbedingt geduldig sein. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und messerscharf in Scheiben schneiden. Wer mag, setzt noch Pistazienschmuck auf's Haupt.

Eine Geschmacksverbeugung meinerseits - und bereit für die nächste Rolle.

Womit füllt ihr gerne?
Ich höre (zu).

Mittwoch, 7. Mai 2014

zitrolie

Zitronensonne mit Ricotta

nch ml
      
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b wi wi



Es schimmert nicht immer alles so rosa - selbst die Blüten nicht (mehr). Die kleine goldene Zitronensonne hat dennoch unlängst zu lächeln vermocht. Ich habe sie Suzy und dem Hasen vom Schirm stibitzt, quasi als Gesamtkomposition. Weil's so schön war. Dabei ist sie in meiner Küche ein wenig geschrumpft und hat zudem einen Schwung Polenta erhalten. Für den körnigen Biss, der manchmal fehlt (und sich als weißes Blatt bemerkbar macht/e.) 

Wie gut, dass es dann Fruchtgesichter gibt, die fröhlich stimmen. Auf den ersten Blick versteckt unter einer Schicht süßem Puder, doch beim Gabeln ziehen sie sich ordentlich in Form. Werden zu Mündern, zu Dreiviertelkreisen, quietschen ihr Inneres nach außen, sind mal hartnäckiger, mal weicher. Kommt darauf an. Also: Schnappt euch (die letzten/die ersten) Zitronen. Legt eine Decke auf den Teig. Beisst euch durch. Und buttert vor ...

... ein kleines Springbecken (20er). Wie sich das für ein gutes Bad gehört, ist Cremen aller Anfang - dafür trifft sich 130 Gramm weiche Butter mit 180 Gramm Rohrohrzucker, um sich vom Mixer geschmeidig machen zu lassen. Zwei kleine (!) Eier schälen sich aus ihrem Badeanzug und rutschen hinzu. Erneutes rotieren plus ein weiteres R wie Ricotta, davon großzügige 200 Gramm. Plopp. Saft und Schale einer biologischen Zitrone sorgen für den sauren Sprizzz und eine Prise Salz für die Balance.

In einer separaten Wanne 130 Gramm Mehl (Typ 405) und 30 Gramm Polenta sowie zwei zart gehäufte Teelöffel Backpulver auf ein paar schnelle Bahnen schicken, angetrieben durch einen Löffel. Schwapp und ab - zu den anderen, vorsichtig unterheben. Liegt der Teig nun schwer und samtig in der Schüssel, ist es Zeit für den fördernden Spatel, der >ssssssst< die Masse beckenfertig macht. Als Tüpfelchen auf dem >ohhh< eine kleine - ebenfalls biologische - Zitrone in Scheiben säbeln (je dünner, desto besser!) und kreisförmig als sonnengelbe Decke auflegen. Wer mag, streut noch ein paar grobe Zuckerkörner auf, die schmackhaft in der Hitze karamellisieren. 

Den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen öffnen, das Förmchen einstellen und bademeisterinnenhaft nach 50 bis 60 Minuten einen prüfenden Blick darauf werfen. Stäbchenprobe! Zu hell? Weiterbacken. Zu dunkel? Alufolie. Ihr wisst schon. Das Abzeichen wird erst bei angenehmer Bräune verliehen und dann, wenn der Puderzucker nach kurzer Abkühlpause sitzt.

Hinterher: Zitroneneis.

Noch bis Mitternacht: Gewinner werden!

Donnerstag, 1. Mai 2014

blättern wie wild (+ gewinnen)

Nicole Maalouf Das neue Solebich Buch DVA Verlag
Nicole Maalouf Das neue Solebich Buch DVA Verlag



Das neue SoLebIch Buch
 für ein schönes Zuhause 
Nicole Maalouf

192 Seiten 

Nicole Maalouf Das neue Solebich Buch DVA Verlag

Nicole Maalouf Das neue Solebich Buch DVA Verlag


SoLebIch ist meine tägliche Dosis Glück.
Ein Freudenbringer wie Himbeersorbet und Salzlakritz.


Diese Worte fand ich einst für die Wohn-Community SoLebIch, der ich seit vielen Jahren verbunden bin. Erst als neugieriges, später als schreibendes Mitglied. Diese Worte prangen auch an der Wand im Münchener Redaktionsbüro - und haben ihren Laut, ihre Motivation, ihren Ansporn (so hoffe ich) bis heute nicht verloren. Für mich spannen sie den Bogen zu einem Thema, das mich beschäftigt und bettet. Das eigene Zuhause.

Zugegeben: Zeigeaktiv bin ich diesbezüglich nicht unbedingt, aber ich schaue gerne und genau hin. In all' die fremden Wohnungen und Häuser, auf die Details und Feinheiten. Dabei begeistern mich Farben, (Still-)Leben und Kompositionen, Gespür und Fingerspitzennoten (fast) mehr als Möbel oder ein bloßes Arrangieren jener. Zudem nicht von der Seite zu weisen ist, mein Faible für eine Linie, die nicht immer der eigenen entsprechen muss, um zu gefallen. Das macht es für mich spannend. Das lässt ein Raumgefühl entstehen, das weckt die Lust, wirkt anregend und rund.

Mit der Zeit haben sich dort viele Bilder angesammelt. Nächster Bogen: Aus diesen Bildern ist nun ein Buch entstanden. Eines, das den Faden verfolgt: >Wohne, wie es dir gefällt<. Eines, das so heißt, was es ist: Das neue SoLebIch Buch. Aus einem Spaziergang in Paris entsponnen die Gründer Nicole und Daniel einst ihre Idee einer Plattform, auf der Menschen Fotos ihrer Wohnungen hochladen und Ideen austauschen können. Einen Ausschnitt dessen jetzt in gedruckter Form zu sehen, bedeutet gleichzeitig auch sehr lebendige und spannende Blätter in der Hand zu halten. Mit 443 Ideen von mehr als 100 Mitgliedern. Optisch schlichtschön präsentiert auf 192 Seiten, auf denen auch (Bild-)Zeilen aus meiner Wortkammer zu lesen sind. Das freut mich mit. Apropos lesen: Wer sich für mehr interessiert, MiMA hat mit Nicole unlängst ein kleines Interview zum Buch und zur Community geführt ... 

Das oben herausgepickte Fotomaterial guter Wohnungen und Menschen, die mir nahe sind (so und so), steht stellvertretend für den wirklich vielfältigen Inhalt. Natürlich ist da noch viel mehr. Raum für Raum reichen sich die Bilder der Mitglieder die Hand. Zeigen sich Inspirationen offen und im Detail. Verbunden durch die Illustrationen von Larissa Bertonasco sowie spielerische Verweise: Mach' es selbst. Ja, wohne, wie es dir gefällt. Wer gerne blättert, ist bestens bedient. Wer gerne etwas mitnimmt, greift hinein ins Reichhaltige und Unterschiedliche. Und wer sich beschenken lassen möchte, spielt hier mit.
An dieser Stelle gibt es ein Exemplar zu gewinnen!
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Alles, was ihr dafür tun müsst: Hinterlasst mir einen Kommentar unter diesem Beitrag. Wenn ihr mögt, verratet mir doch etwas über euer Zuhause. Keine Bedingung, nur eine Freiheit. Alle Kommentare zählen, die bis einschließlich Mittwoch, 7. Mai 2014, 24 Uhr eingegangen sind. Bitte hinterlasst mir in eurem Kommentar unbedingt eine E-Mail-Adresse oder ein verknüpftes Profil, auf der ich eine finde - für den Gewinnerfall. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; der Gewinn kann nur innerhalb Deutschlands und Österreichs versendet werden.

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Wie lebst du?

Vielen Dank an SoLebIch und die DVA, die mir dieses Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

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Hurrahurra. Das Los hat entschieden - und Frau Gold, du bist eine Gewinnerin! Möge das Haus dir nun bald im Wege stehen ;) Herzlichen Dank an euch alle.

Stilistisch mag ich es gerade und schief, klar und detailliert, schwarz und weiß, frisch erschaffen und ordentlich gelebt. Zudem liebe ich Blumen und das Meer – sowie meinen Backofen (mit dem ich quasi verheiratet bin). In fremden Wohnungen und Häusern schaue ich begeistert und genau hin, und freue mich immer über gute Ideen und neue Wegweiser. - See more at: http://www.solebich.de/profilvorschau/752#sthash.2t7VrW6W.dpuf
"So leb ich ist herzlich, so leb ich ist mutig, ist Neugier, Veränderung und Inspiration. Eine Seite, die ihren Zauber nie verliert, weil sie stetig wächst und sich entwickelt. So leb ich ist meine tägliche Dosis Glück. Ein Freudenbringer wie Himbeersorbet und Salzlakritz" - See more at: http://www.solebich.de/seite/willkommen-der-wohn-community-solebichde/70680#sthash.avAtK2c0.dpuf