Mittwoch, 29. Januar 2014

zu/geneigt




ich
neige 
/
zu

r

ernte
aller nüsse


Eine schnelle Nummer für den Frühstückstisch sind diese cremigen Töpfe mit einer wilden und kurzgerösteten Mischung guter Nüsse. Hasel, Walnuss, Mandel, Kürbis, Pekan und Pistazie. Grob gehackt und durch die heiße Pfanne gezogen. Griechischer Joghurt unten, flüssiger Honig oben.

Eine willkommene und kurzweilige Begegnung - während ich noch immer und permanent an meiner Frohstücksroutine schraube.

Warme Reismilch und ein großer Löffel Mandelmus. Eingerührter Dinkelgrieß und Apfel- oder Mangospalten stehen gerade hoch im Magen.

Was wählt ihr gerne an?

Drei Ideen, denen ich nicht abgeneigt bin: Matcha-Drink // Buchweizen-Kasha // Smoo thies und Müsli zum Mitnehmen

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Anne, dein Gewächs begleitet mich immer noch!

Dienstag, 21. Januar 2014

sprossen


. . .


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    ä
      n
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          s
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         e
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          e
            n

Sie rollte bereits mit der letzen Post wörtlich ins Bild - die Pampelmuse. Ein so wärmender Klang. Die Buchstaben ver-schmelzen in meinen Ohren, das ver-mögen nicht alle. Und nun: Parallelstreifen. Apropos: Das Wort fiel mir beim Durchstreifen der >roten Liste< im virtuellen Lexikon der bedrohten Wörter wieder vor die Füße. (Ich erinnere mich an früher: an die halben Musenschiffchen, die geritzt und gelöffelt, auch mit braunem Zucker beim Verzehren saure Fältchen um die Augen malten. Und die ich trotzdem so sehr liebte.) Apropos: Nun - da er nicht fällt - sprosst er eben, der Zierschnee.

Geht noch ein >apropos<? Von Rot zu Gelb. Das es dann doch wieder nicht is(s)t. Denn ganz genau gesehen, mischt sich ein zartes Orange auf der Farbpalette zum finalen Ton. 
Das Kino im Kopf gibt den Appetit vor.
Apropos: Pssst!
Du hast Glück gehabt, liebe Pampelmuse!
Versteckst dich verführerisch in cremigen Längen mit Mäusezähnchen(kante) - perfekt für alle Zähne. Bis(s)t der ideale Stimmungsaufheller für sonnentrübe Wintertage. Für Tage ohne Zitrone, für Tage mit und mit - Süße und Säure. Für Tage, an denen >liegen bleiben< eine Option ist, nur nicht für euch, ihr fruchtigen Streifen!
Boden

100 Gramm Mehl
30 Gramm Puderzucker
1/4 Teelöffel Salz
70 Gramm kalte Butter(stückchen)
fingerspitzig zu einem Bröselboden kneten
in eine Tarteform (oder ein 20-mal-20-Quadrat) drücken
bei vorgeheizten 180 Grad 20 Minuten vorbräunen

Decke 

200 Gramm Zucker
in 100 Milliliter Pampelmusensaft auflösen
plus 1/4 Teelöffel Salz
plus 2 Esslöffel Bio-Schalenabrieb

3 Eier mit dem Handmixer kurz anschlagen
60 Gramm Mehl einsieben 
mit dem zuckrigen Saft verrühren

den vorgebackenen Boden befließen
bei reduzierten 160 Grad 20 bis 25 Minuten weiterbacken

Bitte

die Oberfläche darf nur zart krusten
ein weiches Innenleben soll bewahrt werden

einstäuben
in Gedanken davonschwimmen 
Vielleicht bis nach Berlin?
Der visuelle Zweiteiler mit den inneren Rückensprossen ist ein Blattprojekt der Künstlerin Ieva Jansone. Über eine Lakenlandschaft. Längs liegen eben. Und lieben. Darum geht es.

Siehe: Bewegtes Bild.

Montag, 13. Januar 2014

schnee fällt bald

Weil's so schön ist: >Kolumba<. Himmelgraues Leinenkleid von muku - mit den geliebten Dreiviertelärmeln. Marmor à la stepanini. Als halbe Portion plus Extra-Tartelette nur mit Schokoladenteig. Mit dem besten Namen: Teekanne >Emma< in einem zartem Eisblau. >Wilde Clematis< als schneeflockende Girlande - entdeckt bei rotkraut. Fein und geerdet. Form kreiert: Druck ONE von HYSJ. Postkarte >Abwarten< aus dem Atelier Seltner.
Warten – Ausschau halten.
 Das Pausenbuch No. 2 von MiMA.

Noch bin ich in keinster Weise auf >Frühling< eingestellt. Ich wünsche mir Kälte, und ja, gerne ein bisschen Schnee. Genau jetzt, damit der Frühling frei bleiben kann. Zu früh gefreut ist nämlich ganz schön blöd - und deshalb: falle bald! Nicht nur über den Schirm, bitte. Weiß, Grau und Blau locken, umrahmt von einem Atemhauch Rose.

Was mich bis dahin auch noch wärmt:
... und weckt: Lisa Bassenge.
Meikes >Zurück auf Los<.

Pampelmuse. Saumselig.

Ein richtig guter marokkanischer Topf mit Couscous. Ein richtig guter!
Franziskas ON THE PATTERN of land - und die Geschichte dahinter.
Immer wieder ein Besuch bei Nikki.

Die Erinnerung von Julia im richtigen Moment an >in orbit<.
Kajas Monat auf Amrum. Das wäre schon lange mal was ... nur welche Insel soll es sein ...? Schnickschnackschnuck.

* * *
Was wärmt euch gerade?

Mittwoch, 8. Januar 2014

florentiner


zu vor

vorhang
verhang


ver 
hängnis

o
°



 
auf
(an)
fang
(en)
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Es geht vorwärts mit einem Biss zurück. Doch davor: Euch allen eine famose Vierzehn - möge sie viele schöne Momente bereithalten. Möge euer Herz weit sein, das >Aber< still und der Blick ganz oft über den Horizont hinaussegeln. Ich habe es nicht so mit den Vorsätzen, wohl mit den Sätzen - auch mit halben. Einer davon könnte sein: mehr Kunst sehen. Überhaupt: mehr sehen. Wieder einmal das Meer sehen, gehört sicher auch dazu. Unlängst gesehen, ersehen, erfahren. >Kolumba< in Köln. Das schmeckt so sehr. Übrigens: Was legt ihr mir nahe? Spannende Bauten und Ausstellungen - wo seid ihr? Ich freue mich über Empfehlungen quer durch. Deutschlandweit, grenzübergehend. Das Unterwegssein bleibt. 

Was mir aus dem letzten Jahr noch geblieben ist, sind Florentiner. Die gehen sicher auch weiter mit. So unkompliziert, so gut, (fast) verhängnisvoll. Und, so gut - sagte ich schon? Sagte ich schon! Das Rezept in seiner Basis legten mir Okka und Nike in den Mund. In den Spitzen adaptiert und um ein wenig Pistaziengrün ausgewogen, sind die dünnen Speiseteller meine bisher beste Wahl des Jahres - um immer wieder anzufangen.

Für eine große Dose Flo (lasst mich nicht lügen; ich tippe rückwärts 20 bis 25 Stück) gehen 50 Gramm Butter, sechs Esslöffel Sahne sowie 50 Gramm Rohrohrzucker und 50 Gramm Muscovado gemeinsam auf der Herdplatte warmbaden, bis sich die Kristalle entspannt lösen. Der süße See empfängt anschließend in einer weiten Schüssel 40 Gramm Mehl, 140 Gramm Mandelblättchen und eine 140-Gramm-Trockenfrüchte-Mischung aus Ananas und Cranberries sowie gehackten Pistazienkernen. Locker mit dem Löffel unterrühren. Mit eben diesem dann (und einer führenden Fingerkuppe) schwungvoll kleine Hügel mit Abstand (!) auf's Backpapierblech setzen. In den vorgeheizten 190-Grad-Ofen schieben (wahlweise minusgradiger für die Umluft und zwei Bleche). Erneut: setzen, Eins! Ich sag es euch. Etwa 10 Minuten zurechtknuspern lassen. Auskühlen. Den Tellerboden mit 100 Gramm flüssiger feinherber Schokolade - oder nach Geschmack - einpinseln, einstreichen, becremen.



sonne
!