Sonntag, 27. Mai 2012

limonade


Komm lass den Augenblick durch Deine Finger fallen
Es ist nie genug und doch zu viel von allem
Dreh die Zeit zurück, wir lassen Korken knallen
Und das Jahr beginnt noch mal
Alles auf Null :: Alles neu :: Alles andere ist vorbei
Ab heute wird wundervoll
Alles auf Null :: Alles neu :: Alles andere ist vorbei
Es wird gut, es wird groß, es wird gold


Darauf ein Glas: Limonade. Mit Zitrone, mit Limette, mit Minze, mit Rohrzucker. Mit Schwung, mit Vergnügen, mit Sonne im Rücken, mit Grünrauschen um mich herum. Gestern. 

Und heute: Sonne, wo bist du?

Einfach weitertrinken.

Aus der großen Kanne namens Leben. Dafür: 60 Gramm braunen Zucker in einem Liter (Mineral-)Wasser verrühren, zusammen mit dem Saft einer sehr großen Zitrone und dem dreier Limetten. Eine ordentliche Handvoll Minzeblätter waschen und im Mörser zu einer Paste massieren. Ebenfalls einrühren, das ergibt die kleinen tanzenden Punkte in der Limonade. Dann noch: lose Blätter als Schmuck. Gut durchkühlen - und später mit Eiswürfeln auftischen. Schlückchenweise.


Und Du musst mir einfach glauben,
Du wirst allen den Atem rauben 

(aus: >Alles auf Null< von Anna Depenbusch

Die >Süßen< der Feiertage sammelt Katrin ein. Wir freuen uns darauf.

(Limonaden::inspirations::quelle: Photisserie)

Donnerstag, 24. Mai 2012

schwärmen

Betahaus, Prinzessinnenstraße.
Visitenkonfetti von funkytime.


Glitter, Konfetti, Maxi(mal). Ich bin beeindruckt davon, was die Natur Großes entstehen lässt. Eine Prachtpfingstrose, die sich heute entschied, Ballast abzuwerfen. Ich bin beeindruckt von diesem Sparkle-Muffin, der mitten im Stern steht. Ein bisschen beeindruckt auch von dem, was ich vom Wochenende mitgenommen habe: von The Hive. Eigentlich geht es immer um (SelbstVer-)Trauen.

Keep experimenting.
Be true.
Find your niche.

Außerdem: Fryd.
Dann noch: Robert Frost, den Deborah zitierte. >Two roads diverged in a wood, and I - I took the one less traveled by. And that has made all the difference.< 
Ich werde Astronaut
Gabrielles Projekt: Olive Us
Und: Fröken Skicklig.

Wofür schwärmt ihr gerade?

betahaus * Prinzessinnenstraße 19-20 // eismanufaktur Berlin * Gräfestraße 7 // Kaffeebar Jenseits des Kanals * Gräfestraße 8 // milch & zucker * Oranienstraße 37 // Modulor * Prinzenstraße 85 // Prinzessinnengarten * Moritzplatz // schoener.waers.wenns.schoener.waer * Oranienstraße 58a // Süper Store * Planufer 92e

Sonntag, 20. Mai 2012

streusel


Ich kann es nicht verbergen: Der Rhabarber ist mein. Nach Sirup und Streifen, brutzelte (bereits am freien Donnerstag) ein Crumble im Ofen heran. Vanille und Ingwer die Begleiter. Obenauf Butter-Dinkel-Streusel und Mandelblätter. Und: diesmal geschält, weil nicht mehr ganz so jung. In der ausgebutterten Form gruppiert, mit Zucker Saft gezogen. Die Decke die gleiche, die schon im Winter wärmte.

Apropos Winterkälte: Der erste Frierversuch für mehr Zweisamkeit zwischen mir und dem Rhabarber - auch in den nächsten Monaten - ist erfolgt. Ich würde ihn sonst zu sehr vermissen.

Nun ihr: Was steht heute neben euch? Präsentiert uns doch den süßen Partner hier im Kommentarfeld oder auf unserer Seite - sofern vorhanden.

Merci und schönso.

Donnerstag, 17. Mai 2012

weiter so

Rhabarber-Rosenwasser-Sirup über 101 Cookbooks. >34 Meter über dem Meer< von Annika Reich (erschienen bei Hanser). Papierlampe von Studio Snowpuppe. Brotsack mit grünem Zipferl von Naturmama. Tubenstempel über home sweet homemade. Rhabarberschnecken von vanillakitchen. Wortwerk von Nicole Lavelle über Public School

Rot und Grün begleiten mich weiter durch die Woche. Mal kräftiger, mal zarter leuchten die beiden Farben. Eine >Pinnwand< zum Festhalten rutschte dabei in den Rechner und auf diese Seite. Das Buch liegt noch ungelesen in der Hand, wird aber bald beblättert. >Ella wünscht sich ein anderes Leben, tauscht ihre Wohnung und entdeckt ein neues.<

In meinem Leben begleitet mich weiterhin der Rhabarber, der auch heute wieder - in einer ganz anderen Form als bereits verzehrt - aus dem Ofen kam. Serviert wird später: als vorgezogenes (Sonntags-)Süß quasi. Manche Dinge bleiben wie sie sind.

Genießt die Sonne.

Dienstag, 15. Mai 2012

rot und gelb (und ein bisschen grün)


Diesmal keine Pfützenrettung, sondern bezahlte Tausendschön. Weil: tausendfach schön.


Drei Farben fanden zusammen: Rot und Gelb und Grün. Im Kartoffelsalat trafen aufeinander: Zitrone, Radieschen und salzige Gurke. Der Apfel für den süßen Biss. Die Blumen bekamen Beine, hinter der Sonne versenkte sich der Kopf. Aus Katalogseiten werden Manschetten und Umschläge.

Der Star bleiben die Zitruszesten. Für mich eine Kartoffelharmonie zum Niederknien. Kartoffeln kochen und minimieren, Radieschen in Scheiben säbeln, Apfel häckseln, Gurke würfeln, (Bio-)Zitronenschale in langen Streifen abziehen (oder kraus reiben). Mit einem Schuss Öl und etwas Gurkenwasser als Sud. Salz Pfeffer. Ziehen lassen, aufgabeln. Die Zeste ist für mich die Neuentdeckung und ab sofort unerlässlich.

Welche Zutat verfeinert eure Kartoffeln?

(Wer einen weiteren rot-gelb-grünen - und dazu wunderschönen - Farbdreiklang sehen möchte, der wechsle unbedingt zu Katrin ...)

Freitag, 11. Mai 2012

f (ohne ff)


F wie Freitag - und wie Fünf. Mit einem Projektverweis entlasse ich euch in den Abend. Ein Projekt, das so wunderbar ist. Intelligent und charmant, manchmal (be)rührend, manchmal ein Lachen fordernd.
Die Dinge, mit denen wir uns umgeben, sind mehr als bloß Gebrauchsgegenstände, Dekoration oder Statussymbole. Sie erzählen unsere Geschichte , können trösten oder Glück bringen – und uns daran erinnern, woher wir kommen und wohin wir wollen. Hier zeigen Menschen, die wir mögen, ihre liebsten Fünf.
Ins Leben gerufen haben die Fünf Drei. Drei Frauen: darunter Okka, die ich sehr mag. Für ihre Ehrlichkeit, die sie in ihre Sprache pflanzt. Für ihr Blog.

Umso mehr ist es mir eine Freude, dabei zu sein. In schöner Begleitung von vielen. 

Frohes Wochenende.

Mittwoch, 9. Mai 2012

vom suchen und finden


Vergessenes fiel nicht nur beim Räumen in die Hände. Die Wachsblumen und Bartnelken fischte ich auf dem Wochenmarkt aus der Pfütze. Sie tranken und spendeten Freude bis heute. Jetzt lassen sie die Köpfe hängen - sie dürfen. Auch der Würfel ist verknüpft mit einer Erinnerung. In Amsterdam entdeckte ich einst bei >leafde< ein solches Papiergebilde. Es baumelte naturschön von der Decke. Ich wollte es so sehr, doch ich bekam es nicht. Unverkäuflich, gefaltet von japanischen Händen aus italienischem Bonbonpapier. Reine Zierde. 

Als ich räumte und räumte am Wochenende nun, zog ich zwischen Murmeln und Gestäub ein solches krauses Papier hervor, irgendwann einmal verwahrt. Fast zeitgleich pinnte ich diese Origami Ballons an meine Wand. Ein Zeichen, ein Zufall, das Leben? Verfaltet hängt der Würfel seit Sonntag den drei Damen um den Hals. Schmuck. Daneben: der korallrote Bergsegler (von Julia). Und passend dazu: ein Trend der frühen Nuller. Blütendeko aus der >ELLE bistro< 2000. Ebenfalls gefunden. Immer ein Bild, das sich auf wundersame Weise (auch farblich) fügt.

Wer gerne nachfalten möchte: Ich tat es nach diesem Video.

leafde * Prinsengracht 232 * Amsterdam

Sonntag, 6. Mai 2012

cookies



Der blaugraue Faden spinnt sich weiter, und nicht nur bei Katrin prasselt es. Regen klopft. Ich schiebe Möbel und Gedanken. Sortiere aus, entlasse mich von Dingen und Erinnerungen. Schaffe wieder ein wenig Raum und Luft. Es hat sich so viel angesammelt. Liebgewonnenes - und doch: Trennung ist nötig. Was trifft sich da besser, als dieses wunderbare Schauer-Wochenende. Zwischendurch ein Griff in die Dose. Früher barg sie Tee in der alten Apotheke der Stadt. Auch die wird neu (und fürchterlich modern). Da sprang ich doch noch einmal über meinen Trennungsschatten und gab ihr ein Zuhause. Gerade deshalb: Eins kommt, eins geht. 

Die Cookies (samt Rezept) pickte ich unlängst in Katrins Küchenpost auf, rückte sie erst ins rechte Licht und verkrümelte mich dann mit ihnen ins Bett. Versüßte mir den Samstag, schickte sie kurz in die Nacht und ziehe sie zum süßen Sonntag gnädig wieder hervor - diese salzigsüßen Macadamia-Schokoladen-Tellerchen. Ich bin ein Kekskrümler heute.

Und ihr? Teilt euren Status mit uns: hier oder hier. Wie ihr mögt und wenn ihr mögt.

Bis ganz bald.

Mittwoch, 2. Mai 2012

zwei

 

Drei Monate verbrachte ich auf dem Schiff, allein drei Wochen schipperten wir auf offener See. Tagein, tagaus – kein Hafen, kein Haus, kein Baum, kein Strauch in Sicht, nur das Meer, der Horizont und wir.



Variationen in Brot und Blau. Gesammelt und jetzt vereint. >Vinschgauer Fladen< mit Butter - Streifen setzen sich dazu. Blau-Weiße natürlich. Ziegenkäse mit Ingwer und Sesam auf Roggen. Kastig und rund. Wahlweise mit Ahornsiruppfütze. Dazwischen Clare Vivier. Alles fügt und findet sich, wie auch herzhaftes Knäcke und süßer Kringel. Derweil suche ich: ein Rezept für Knäckebrot. Wahlweise auch Ermutigung, dass das gelingt und schmeckt und überhaupt.

Dazu: blaugetauchte Bilder: Menschen am Strand.
Dazu: Ideen ins Himmelblaue.

Gewünscht.

Also, wer hat ein Rezept für mich? Gilt auch für gutes neues Brot.