Freitag, 30. Dezember 2011

zählen

Goldregen über poppies & sunshine. Punkte über l'atelier de l'impasse. Rotfuchs fotografiert von Phoebe Rousseaux. Rezept für Mini-Brezeln über sister-mag. Kette von Christina Pauls.
364 Tage, 193 mal gedacht, geschrieben und veröffentlicht, (über) 1000 Pins, kurz vor der 12 - und am Ende irgendwie angezählt. Ausgeknockt. Darnieder lieg ich. Der Rücken streikt, die Finger können noch - tippen, was ich denke, und finden, was gefällt. Punkte und Punkte, oben wie unten. Und nebenbei punktet er gewaltig. Was stünde auf dem >Zettel auf dem Boden< wohl bei mir? Lasst es krachen!

Auf dem Plan für morgen stehen übrigens die tollen Mini-Brezeln mit würziger Butter, gerollt zu einem Punkt. Mit dem Winz-Eisportionierer, meinem neuen Freund. Ich bin verliebt in das Küchengerät.

Und zum Schluss sage ich >Danke< für das Jahr mit euch, das wir quasi gemeinsam Internetseite an Internetseite verbracht haben. Es war aufregend (und) schön.

Wer Süßes sucht, der findet es weiterhin bei Katrin - auch am ersten Sonntag im nächsten Jahr. 

Dienstag, 27. Dezember 2011

zucker


Das war schön. Am Heiligen Abend - in Ruhe und später mit Glanz. Post in der Krone, Wärme im Herzen und eine knackige Decke im Glas. Nach Kartoffelsalat und Würstchen, gibt es traditionell >Creme Brulée<. Und weil ich es so mag wie Amelie, leistet seit einiger Zeit ein Mini-Bunsenbrenner treue Dienste. Das gelingt - immer und mit Zeit. 

Denn der Trick sagt Lea Linster, sind zwei Stunden im Ofen (bei 100 Grad und Wasserbad). Und vorher: eine Nacht im Kühlschrank für die große Pfütze aus 200 Gramm Sahne, 70 Milliliter Milch, 40 Gramm Zucker, zwei Eigelb und dem Mark einer Vanilleschote. Macht am Ende vier. Portiönchen. Und ein göttliches Gefühl.

Das Fest geht weiter!

Freitag, 23. Dezember 2011

froh


Noch mehr FROH! Mit diesen vier Buchstaben verabschiede ich mich in eine kleine Feiertagslaunenpause. Ich wünsche euch ein großes Fest und ein schönes Wochenende. Macht es gut und habt Dank für die viele gute Zeit, die wir bisher miteinander verbracht haben. Es ist schön mit euch - und nun macht es euch schön. Ich wünsche euch Tage nach eurem Geschmack.
* *  *
Apropos Geschmack: Kurz vor dem Fest möchten wir auch noch ein paar Worte in eigener >sonntagssüßer< Sache verteilen. Die Daten vor dem Dank und damit kurz zum Ablauf über die Weihnachtsstage und das neue Jahr: Da wir wissen, dass ihr über Weihnachten wahrscheinlich ebenso fleißig wie beschäftigt seid, dehnen wir das >Sonntagssüß< ein wenig aus und verwandeln es in ein >Festtagssüß<. Das heißt, ihr könnt eure Kreationen von Sonntag bis Sonntag, also von Heiligabend bis Neujahr posten und bei Katrin abgeben. Regulär weiter geht es dann am 8. Januar bei Julie. Bitte seht uns nach, wenn sich die große Tafel erst peu à peu füllt. Wir geben unser Bestes - und hoffen, ihr verbringt wunderbare Tage mit mehr Süß als nur dem auf dem Tisch.

Gleichzeitig möchten wir uns bedanken für dieses zuckersüße (Fast-)Jahr mit euch. Was mit einer spontanen Idee begann, hat sich mittlerweile zu einem richtig >großen Ding< ausgewachsen. Wir staunen und freuen uns immer wieder, sind begeistert von euren Ideen und Kreationen - und wenn sich ein >Süß< herauskristallisiert, das wie eine Welle gleich durch mehrere Blogs schwappt, dann können wir mehr als zufrieden sein. Wir freuen uns, dass ihr diesen süßen Weg mit uns geht, und wir freuen uns, wenn wir euch mit unserer Idee einmalig, wieder, immer in die Küche und an den Tisch bringen können. Genießt das süße Leben. Wir bleiben noch ein bisschen - auch in 2012.
 * *  *
Lasst es leuchten!

Dienstag, 20. Dezember 2011

fest


Hier stellt sich langsam so etwas wie Gefühl ein. Ein festes Gefühl. Festgefühl. Zubeissen - mit jedem Stück ein bisschen näher. Heute hat es sogar ein wenig geschneit. Hätte ruhig fester sein können. Ich mag es, wenn die Welt flach liegt. Wenn sie ausgebremst wird vom Schnee und alles etwas langsamer wird. Gelassenheit ist immer ein gutes Ding, auch und vielleicht gerade jetzt. Fühlt ihr euch schon weihnachtlich? Erzählt mal.

Und ich zähle euch derweil noch ein paar Pluspunkte auf, für das Plus an Gefühl: 
Ritschratschkarten 
Ein wenig vorwärts geht es noch: 1 bis 24. Rückwärts ist mindestens genauso schön. 
Nils Holgerssons wunderbare Reise
Butter mit Lebkuchengewürz und Honig
Christmas Dessert
Ein Berghaus in den Pyrenäen
Goldene Hänger
Und ein Video, das mir gefällt. Nüsse passen ja auch irgendwie.
Geht ganz gut, oder?

Was in den Bildern steckt: Granola // Froh! // Schneekappen (mit Zucker unterm Puder werden die Gräben übrigens ... ähm, bestimmt schöner! ) // Stollen // Danke Konstanze.

Sonntag, 18. Dezember 2011

crumble


Spät kommt mein >Süß< ins Netz, aber genau richtig auf den Tisch. Zwischen Packen und Pause schummelte sich ein Birnen-Cranberries-Crumble. Entgegen des vorweihnachtlichen Plätzchentrends ergriff mich die Lust auf >noch nie<. Und da entdeckte ich gestern doch tatsächlich auf dem Markt einen Beutel frischer Cranberries. Mit Rot ins Fastfest starten erschien mir perfekt. Perfekt auch die Ausgeglichenheit der Aromen. Die Süße der Birnen und die Säure der Beeren ergeben ein tolles Paar. Obenauf dicke Streusel mit einem Hauch Ingwer und Zimt. Lauwarm serviert mit einem Schlag Sahne: Süß, du darfst wiederkommen! Vielleicht sogar in diesem Jahr ...

Wollt ihr auch? Dann paart 170 Gramm frische Cranberries mit drei Birnen, die sich fein aufstreifen, in einer gebutterten Form. Berieselt sie mit 50 Gramm Zucker, einer Spitze Vanillepulver und einem Teelöffel Stärke. Produziert Streusel: In meinem Fall aus 125 Gramm Dinkelmehl, 100 Gramm Butter, 70 Gramm braunem Zucker und jeweils einem Teelöffel Zimt und gemahlenem Ingwer. Im Ofen bei 175 Grad etwa 45 Minuten bräunen lassen, bis es in der Form dauerköchelt. Das war's. Schmeckt mir sehr gut.


Und ich sehe: Auch ihr wart äußerst fleißig. Der Kipferl scheint momentan Spitzenreiter zu sein. Schaut selbst!

(Die Rezeptinspiration lieferte mir Smitten Kitchen.)

Freitag, 16. Dezember 2011

elf


Heute werde ich auch Teil der schönen 11 aus 2011 Bewegung, die Ricarda von 23qm Stil ins Leben gerufen hat. Manchmal fühlt es sich an, als wäre nicht so viel passiert in 365 Tagen, aber wenn man zurückblickt auf die Details und Begegnungen, die da waren, dann ist da doch ganz schön viel passiert. Vieles für das ich dankbar bin. Dinge, die mich zum Lachen gebracht haben, Dinge die zum Innehalten führten, und der Wunsch die Momente noch intensiver auszukosten, wenn sie da sind.

Vorfreude kurz vor dem Sprung, auf dieser irrwitzigen Plattform hier begann ich zu reisen. Sie ermöglichte mir Einblicke hinter fremde Vorhänge und natürlich lüpfe auch ich immer wieder diesen ein wenig. Ich bin Menschen begegnet, die heute Freunde sind. Das >Sonntagssüß< kam auf den Tisch und ist ein elementarer Baustein in 2011 geworden. Ich habe viel Zeit in der Küche zugebracht, probiert, geflucht, gewirbelt und gestaunt über Aromen. Überhaupt habe ich in diesem Jahr wahnsinnig viel und gut gegessen. Zuhause und woanders. 

Ich war unterwegs. In Amsterdam, in Berlin und an der See. An der geliebten - ohne die ein Jahr nicht sein darf. Ich habe herzliche Post bekommen. Ich hatte eine goldene Begegnung, die mich für eine kurze Zeit sehr gut getragen hat. Ich habe gehört. Die Natur, die Welt, Boy. Und Anna Depenbusch. Das Gold schließt. Ganz schön aufregend war's, schnell verflogen ist das alles trotzdem. Da muss noch so viel mehr sein. 2012.

Danke.

Dienstag, 13. Dezember 2011

dreizehn


Heute verrate ich Euch meinen unangefochtenen Liebling auf dem Plätzchenteller im sehr sehr schönen Adventskalender des Sister Magazine. Klickt rein, wenn ihr mögt! 

Und: Danke an Thea und Toni für die Präsentation im tänzelnden Gold.

(Bild: sister-mag.com)

Sonntag, 11. Dezember 2011

dritter


Der Dritte geht mit Hefe auf. Mit Zimtschnecken und Zuckerbällchen mit Vanilletropfen. Angerichtet in der Keksschachtel, die ich bei Katrin entdeckte. Gutes muss in der Welt bleiben. (Danke für die Idee!)

Das Tolle am Hefeteig ist seine Grundvariabilität. Einmal kneten, und dann variieren. Finde ich super. Die Schnecken sind übrigens die bewährten Cousinenleckerlis. Die Vanillebällchen gehen auf das Konto von >Leila Lindholm<. Einfach aus einer Teighälfte kleine (oder große) Kugeln formen und ihnen eine Infusion Vanillecreme verpassen. 

Die selbstgemachte besteht aus 250 Milliliter Milch, die mit dem Mark einer Vanillestange sowie der Schote aufgekocht wird. Parallel 50 Gramm Zucker, 4 kleine (Bio-)Eigelbe und 60 Gramm Speisestärke zu einer hellen cremigen Masse schlagen. Die warme Milch unter Rühren hinzufügen, zurück in den Topf verfrachten und bei gut regulierter Hitze und ausdauernder Musekelkraft solange weiterrühren bis eine >Creme< entsteht. Das kann mitunter ein bisschen dauern, aber wenn ihr schlapp macht, gibt es kleine Klümpchen - wie bei mir. Diese Vanillecreme jedenfalls spritzt ihr mithilfe eines Spritzbeutels (einfach die Tülle in die Bäuche stecken) in die Hefebällchen. Oben bleibt ein Punkt. Im vorgeheizten Ofen machen sie sich dann bei 200 Grad in etwa 10 Minuten fertig. Anschließend mit flüssiger Butter bepinseln und in Zucker wälzen. Noch lauwarm ein Knaller.

Welche Knaller heute noch auf dem Adventstisch landeten, seht ihr bei Julie.

Freitag, 9. Dezember 2011

falten


Schwuppdiwupp zieht die Woche vorbei - und es ist schon wieder Freitag. Was hat sie hinterlassen? Falten. Falten im Papier, das die oberköstlichen Fabrikate der Freunde eindeckt. >Panforte< und >Mandelsplitterquadrate<. Falten, die in Dreierreihen liegen. Im Kochbuch meiner Oma. Falten, die im Wind wehen, bestrahlt von der kühlen Sonne. Falten, die an Fingern sitzen. Ein Ringgebilde aus Lederresten. Immer wieder neu baut es sich auf - je nachdem, wie man es dreht. Falten in Frietjestüten. Statt Kartoffelstäbchen wohnen Mandeln darin. Die gebrannten, die guten nach diesem Rezept. (Übrigens neulich gemacht: Pommes ruckizucki. Rohe Kartoffeln in dicke Stäbchen schneiden. Ab aufs Blech. Olivenöl drüberträufeln. 40 Minuten, 220 Grad. Salzen. Sehr gut.)

Und da wären noch weitere Falten: zum Nachbauen, zum Kaufen und zum Staunen.
Ein Faltbonbon aus Wäscheleinen.
Ornamente für den Baum.
Säilytyspussi.
Die Arbeiten von Yiqing Yin.
Entfaltet euch gut. Bis zum Sonntag.  

P.S. Es empfängt euch Julie beim >Süß<.

Freitag, 2. Dezember 2011

krönchen


Ich erzähle euch heute zum Wochenendeinstieg eine schmale Geschichte, die mich diese Woche neu begleitet hat. Sie steckt in diesen kleinen süßen Dingern - oder vielmehr in dieser Schachtel. In den sechs Buchstaben: D-E-L R-E-Y - und sie ist fast dreißig Jahre her. Meine Mutter besuchte zu dieser Zeit meinen Vater oft in Antwerpen. Er legte dort mit dem Schiff im Hafen an. Während der Liegezeiten fuhr sie immer auch in die Stadt, und drückte sich ein jedes Mal die Nase platt am Fenster. Fast schon hinein in die Zuckerberge, die zu Pralinen wurden - zu gönnerhaften Köstlichkeiten der Confiserie Del Rey. Der Laden liegt direkt am Bahnhof, und kreuzte so immer ihren Weg. Wie ein Magnet zog er sie weg. Es ist eine Faszination, die sie bis heute gehalten hat. Manchmal gönnte sie sich eine Handvoll Pralinen, die über die Ladentheke kamen - und schiffte sie an Bord. 

Vor ein paar Tagen fuhr meine Mutter wieder nach Antwerpen. Zurück kam sie mit einer Schachtel - und das Geheimis des Herzens lag in ihr. Macarons aus der Confiserie >Del Rey<. Die heutigen Pralinen von damals. Sie waren für mich. Und bei jedem Biss knackt ihre Erinnerung, die jetzt auch meine ist. Getragen durch die Jahre, konserviert in Baiser und Ganache. Wie ein >Sonntagssüß< behandle ich die Krönchen: Ihr Geschmack geht mit mir in dieses Wochenende.

Wenn ihr mögt, erzählt mir doch auch eine schmale Geschichte, die im Süßen verborgen liegt. Vielleicht gibt es da etwas.

Sonntag ohne mich, dafür fängt euch Katrin auf. Einen schönen zweiten Advent wünsche ich! (Für alle >Rund-um-Düsseldorfer< an diesem Wochenende übrigens: Needfulthings ...)

Del Rey
Appelmansstraat 5
2018 Antwerpen