Freitag, 28. Oktober 2011

glückspaket

Wandern. Mit der Zeit - und manchmal ohne.
Glückspaket, oh Glückspaket - heute schmeckst Du besonders süß. Los, flitz ich an diesem Morgen (Der Bildschirmschoner heißt übrigens Fliqlo - und macht definitiv auch glücklich!) in den Norden. Mit an Bord: süßes Gepäck, das den Geschmack des kühlen Herbstes in sich trägt. >Chai Cookies<. Ich liebe den Chai, ich liebe den Keks. Ich liebe den Chai Keks. Und das beste an ihm ist sein Geruch. Sein würzig wohliger Duft nach Zimt, nach Muskat, nach Ingwer, nach Nelke und nach Kardamom. Und als Basis ein kompakt zuckriger Teig.

Wie das geht? Ich sag's euch schnell. 150 Gramm cremige Butter (Die mit der Kuh ist meine liebste - unnachahmlich.), 100 Gramm brauner Zucker, 100 Gramm feiner weißer, 1 Ei und 1 Eigelb. Sie drehen gemeinsam einige Runden bis zum Super-Klumpen. 225 Gramm Mehl und ein halber Teelöffel Backpulver gesellen sich hinzu, ebenso wie die gute Prise Salz. Dann kommt der Mörser ins Spiel - und der ist definitv auch ein Glücklichmacher. Es gibt kein schwereres Gerät in meiner Küche, er macht seine Sache so gut. 

Also: ein Teelöffel Zimt, ein zu Dreiviertel gefüllter Teelöffel Kardamom, jeweils ein halber Teelöffel Nelken und Ingwer und eine gute Prise Muskat. Zusammen hinterlassen sie Spuren im Teig - im wahrsten Wortsinn. Nur ganz leicht fahren sie unter für einen schönen Marmoreffekt im Keks. Kleine Bällchen formen und auf dem Backpapierblech platzieren, bei vorgeheizten 180 Grad etwa 10 Minuten einschmelzen lassen, kurz ruhen und dann in einer Gewürzzuckerwolke wenden. Dafür habe ich ein wenig der Gewürzmischung separiert und mit Zucker gemischt. Das Glück steht zum Verzehr bereit.

Und außerdem: Endlich >Pia<. Gewartet - und nicht enttäuscht. Vielmehr dermaßen beglückt, das ich es nur jedem ans Herz legen kann. An das wandernde natürlich. Und so wandere ich an diesem Wochenende mit denen von SoLebIch. Und vorher noch zu einem kleinen >Blind Date<. Uiuiui. Ich drück dann mal aufs Gaspedal.

Lasst es euch gutgehen - und vergesst den Sonntag nicht. Julie erwartet euch.

(Und wenn ihr wollt, dass ich EUCH demnächst vielleicht ein klitzekleinesbisschen glücklich mache, dann schreit doch noch bis Montag mit mir: Hurra!)

Sonntag, 23. Oktober 2011

trauben

Trauben unter Puder.
Blaube Trauben - und ein paar Tränen hat mich diese Tarte gekostet. Ein kleiner Kraftakt, der erst im dritten Anlauf wurde, was er ist. Ein verbrannter Boden, undichte Minimulden, die Vanillecreme zu flüssig. Das waren nur einige der Stolpersteine, die mich gestern in Atem hielten. Und weil ich letztendlich ziemlich viel hinzugefügt, verrührt, verändert, geflickt und geflucht habe, weiß ich auch nicht mehr, wie es nun wirklich ging. 

Das ursprüngliche Rezept ist jedenfalls dieses hier, welches auch bei Karamelo letzten Sonntag durch die Küche ging. Ich habe allerdings alles gebacken - statt wie vorgegeben nur zu kühlen: Boden, Boden mit Creme (die in meinem Fall eine schnöde mit Milch ist), Boden mit Creme und Trauben. Plus kalte Trauben und Puder. Schmeckt zart, buttrig und süß. Lieblich. Wischt mit ihrem Geschmack die Tränen weg. Aber das brauch ich nicht noch einmal. Ganz ehrlich: Kuchen muss auch mal trocken bleiben.

Katrin serviert an diesem Sonntag übrigens Glückskekse - und eure Köstlichkeiten, wenn ihr mögt. Also, rüber mit euch!

Samstag, 22. Oktober 2011

glückspaket

Krümeln statt Grübeln.
Das Glückspaket geht in die nächste Runde, und wurde dabei quasi aus dem Netz in das >reale Leben< gehoben. Und deshalb hat mein Glückspaket - das heute erst am frühen Samstag morgen seinen Dienst beginnt - einen kulinarischen Anstrich. Maline schickte mir ein kleines Genusspaket, das anteilig nur noch in Krümeln vorhanden ist (Danke Maline! Danke Okka!). Den Chai - auch Teil des Pakets - krönte ich mit einer meiner Milchhauben und einer Teebeutelweisheit. Manchmal ist es einfach auch genau umgekehrt. Was mich sonst noch glücklich machen wird? Die neuen Kataloge von Toast. Habt ihr sie schon? Sie werden jedes Mal schöner und schöner für mich.

Außerdem glücklich macht mich die Kälte, weil sie mich dazu zwingt meine neuen Pulswärmer überzustreifen, die ich mir noch zu Sommertemperaturen gegönnt habe - in weißer Voraussicht. Pulswärmer kann ich übrigens nie genug haben. Sandra Juto häkelt auch so wunderbare Exemplare.

Wo ist das Glück am Wochenende noch für mich? Auf dem Markt wohl. Ich gehe gleich raus und hole mir Blumen und vielleicht dieses wilde Buch. Ich sehe kurz die Sonne und später in der Küche das Licht des Ofens. Denn ihr wisst ja: Morgen ist Sonntag.

Und am Ende Bosse: >Ey, wir sitzen im Wartesaal zum Glücklichsein, zum Glücklichsein.< Wie gut, dass manchmal ein Paket neben uns steht.

Habt ein gutes Wochenende!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

hurra

100.000.
Hui! Heimlich still und leise hat sich hier in den letzten Tagen eine Zahl verändert. 100.000 Klicks. Wow! Das finde ich schon ein wenig unglaublich. Als ich am letzten Tag des letzten Jahres - in einem Anflug zarter Veränderung - diese kleine Plattform hier eröffnet habe, war das in erster Linie ein Anfang. Ein Anfang, ein Test, ein Versuch. Eine Idee und ein Probieren. Was es wurde und was es ist: eine große Freude. Die ich an euch weitergeben möchte. Mit einem kleinen wundersamen Paket, das ich eigens für euch schnüren werde.

Erzählt mir, wann es bei euch zuletzt >Klick< gemacht hat. Der Zufall pickt nach einiger Zeit, sagen wir: am Ende der (Monats)10, einen Empfänger für das Paket heraus. Los geht's! 

Und ein Danke. 

MiMa - du bist es!

Sonntag, 16. Oktober 2011

datteln

Nuss und Frucht werden zu ...?
Datteln und Walnüsse haben sich an diesem Morgen versammelt, um sich später zu verwandeln in das heutige >Sonntagssüß<. Alle, die schon fleißig waren, sind herzlich eingeladen Platz zu nehmen an der virtuellen Tafel. Ich werde sie im Laufe des Tages füllen. Denn alles auf einmal schafft man auch sonst im Leben nicht, oder?

Ich freue mich auf euch und euer Süß - und sage an dieser Stelle schon einmal: Danke. Da ihr euch so zahlreich vermehrt, verzeiht es mir, wenn ich euch nicht alle mit einem Kommentar bedenken kann. Aber jeder einzelne ist willkommen. Es ist schließlich  - und vor allem - der Gedanke des sonntäglichen Genuss', der uns am Herzen liegt. 

In diesem Sinne: Genießt! Wir >sehen< uns später ...

Dattelkuchen im Karamellsee.
Das Spannende am >Sonntagssüß< ist für mich auch immer ein wenig der Ehrgeiz, der mich anspornt, Dinge auszuprobieren. Das sollten wir im Leben sowieso viel öfter tun - meint Julie. Ja, und mal gelingt es, mal scheitere ich. Wie das nun im Falle dieses Kuchens ist - ich bin mir noch nicht sicher. 

Auf der Suche nach einer Kuchenumsetzumg für die furchtbar fleischig süßen und dabei so göttlich schmeckenden Datteln, die ich mir auf dem Markt eintüten ließ, stieß ich auf diesen Sticky Date Pudding. Er reizte mich, und so fabrizierte ich. Eine kleine Kastenform gefüllt mit einem süßen Teig aus Dattelpüree (der im Ergebnis wesentlich kompakter wurde als das >Original<). Und weil süß, nie süß genug sein kann, köchelte ich noch schnell einen Butterkaramellsee zusammen. Der hatte mich schon am letzten Sonntag so verführt. Der See pur ist ein Badetraum. Zusammen mit dem Dattelkasten und der knackigen Walnussdecke irgendwie irre - und zugegeben: auch ein wenig seltsam. Ich musste unbedingt vorkosten, bevor das >Süß< am Nachmittag unter die Menschheit gerät. Die Spannung bleibt (noch immer).

Habt ihr auch schon einmal etwas gebacken, dem ihr euch erst Stück für Stück nähern musstet? Ist am Ende eine Freundschaft daraus geworden?

Mittwoch, 12. Oktober 2011

ein blick ...

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... und Einblick. Danke Indre. Und es finden sich auch ein paar sieben Sachen darunter.

Dienstag, 11. Oktober 2011

quitten

Genussstückchen.
Die Quitten in Hülle und Fülle versanken als Saft und Gelée in unzähligen Gläsern und Flaschen. Was von ihnen übrig blieb wurde Brot - Nikki sei Dank! Sie brachte mir die Idee auf die Zunge, die Lust ward geweckt, nur die Ausdauer fehlte mir nach meiner letzten 8-stündigen Pflaumenmussause im Ofen. Deshalb geht das wunderbare Quittenbrot auf das Genusspunktekonto meiner Mutter. Sie hat es wirklich gut gemacht.

Aus 1000 Gramm Quittenmus (den kalten Rückständen der Geléebereitung, passiert durch ein Sieb oder die >Flotte Lotte<) im Verbund mit etwas geriebener Zitronenschale und dem Mark einer Vanilleschote sowie 500 Gramm Gelierzucker im Verhältnis 2:1. Zusammen aufkochen, etwa 3 Minuten. Anschließend auf geöltes Pergamentpapier streichen (etwa 2 Zentimeter dick) und trocknen lassen. Lange, lange trocknen lassen. Zur Unterstützung des Trockungsprozesses wurde der Backofen auf 50 Grad eingeschaltet, für ein paar Stunden Umluftenergie. In Rauten geschnitten und genüsslich gewälzt in feinem Kristallzucker wird ein geniales Konfekt daraus. Ach, und in Dreiecke geschnitten. Passend zur Optik des New Fall Festivals. Auch ein Genuss, der heute beginnt.

Sonntag, 9. Oktober 2011

herzen

Herzen im Viervierteltakt.
>Herbst auf Herzchen< ist der Titel des heutigen >Sonntagssüß<. Die einfachen Herzchenwaffeln begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Meine Mutter zog die Herzen stets im Waffeleisen groß - und sie erinnern mich in ihrer Sänfte und Süße immer auch an den Mutterschoß. Heimat und verbackene Nostalgie sind sie. Und deshalb genau richtig für diesen ordentlichen Herbststag, dem ein ordentlicher Spaziergang vorausging. Dazu serviert: Äpfel in Butterkaramell mit gerösteten Haselnüssen und Sahneklatsch.

Wer sich auch nach einem süßen Zuhause sehnt, dem sei hier nun das Rezept für den Waffelteig verraten: 40 Gramm Butter und 60 Gramm Zucker sahnig rühren, ein Mini-Ei hinzufügen und schaumig schlagen. Peu à peu einen Achtelliter Milch im Wechsel mit 150 Gramm Mehl - dem ein gestrichener Teelöffel Backpulver untergejubelt wurde - hinzufügen. Kräftig rühren und zum Schluss noch einen Teelöffel Zimt einstreuen. Eisen aufheizen, einen Schwung Teig in die Mulden fließen lassen und brutzeln bis sich die Waffel wohlig bräunt. Sechs an der Zahl werden es.

Den saftigen Zusatz rührte ich zusammen aus karamellisiertem braunem Zucker, einem Stich Butter und zitronenbeträufelten Apfelstückchen, die unter Hitze zu einer Art Kompott zusammenfanden. Die Haselnüsse röstete ich kurz im Ofen, entrubbelte ihnen mit einem Handtuch (eher mäßig) ihr Kleid und ließ sie anschließend über die Kompottherzen kullern. Perfekt.

Und ihr heute? Sagt es doch Julie!

(Dänemark muss übrigens warten. Die Herzen haben gewonnen. Um das Herz zu streicheln heute.)

Freitag, 7. Oktober 2011

glückspaket

Sieben an der Zahl.
Nachdem ich mich letzte Woche >ausgeglückt< hatte, packe ich an diesem späten Freitagabend wieder ein. Zu schön ist die Idee von Steffi und Okka, die so wunderbare Kreise zieht. Und mich herzlich darauf einstimmt, auf das was kommt. Die Bonbons fürs Wochenende quasi.

Das Schönste am Herbst ist für mich immer der Frühnebel, der sich morgens über die Felder stülpt. Dieser Schleier der Natur verzaubert mich jedes Jahr aufs Neue. Und deshalb werde ich morgen ganz früh ausziehen ins Tal meines Vertrauens. Am besten so früh, dass mich keiner stört dabei, wie er sich legt und dann langsam lüftet der Schleier der Natur. Glückspunkt Nummer Eins also.

Glückspunkt Nummer Zwei ist mein neuer Entsafter (für 7 Flohmarkteuro), dem ich am Wochenende mal so richtig einheizen möchte. Ein großer Quittenberg soll klein und flüssig werden. Womit quittiert ihr die Schönheit der Früchte? Rezepte parat? Eine Quitte wandert übrigens in meinen (Wäsche)Schrank für den besten Duft der Welt. Demnächst werde ich Quittenhemdchen tragen.

Glückspunkt Nummer Drei wird das sonntägliche >Süß< (diesmal sammelt übrigens Julie!) im Kleid eines >fantastiske kager< einheimsen. Welche Mischung genau ich auftischen werde, muss noch studiert werden. In dem kleinen braunen >Bage Liv< Heft, das als Zusatz der Bolig Liv mit mir aus Dänemark heimkehrte. Apropos Dänemark: Von dort aus importierte ich auch geniale! Knäckebrotscheiben mit Zimt, die Glückspunkt Nummer Vier erhalten.

Die glückliche Fünf geht an den schönen Film von caro e., der für mich den Herbst einfängt mit seinen Geräuschen, mit der Farbigkeit und der zarten Stimmung, die am Faden hängt. Mit der Nummer Sechs im Paket macht mich Pia glücklich, die heute verlauten ließ: 
For those living in the UK & Europe, I've just found out >My Heart Wanders< has been sold out for a while, but more books have arrived and are being sent to bookstores (and Amazon) now, so they will be available by monday.
Großartig.

Und die Sieben ist ein Dankeschön, das mich schon letzte Woche glücklich machte. Okka übermittelte mir ein Hurra! Sieben Sachen erzählte ich euch einst. Ob sich wohl noch weitere sieben finden? Ich lasse es euch ganz bald wissen - und schließe hiermit den Kreis.

Seid glücklich. Oder werdet es.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

durch die welt

Grün, Blau, Weiß - und am Ende Rot.
Hui, so eine Pause dauert manchmal länger als erwartet - und fühlt sich in diesem Fall auch noch gut an. So sonnengewärmt, herbstlaugestrichen, nordluftgepinselt. Eine kleine >Weltreise< hat mich in den letzten Tagen auf Trab gehalten. Eine Reise in Blau und Grün und Wollweiß. Eine Reise über plattes Land, eine Reise hinein in das Leise, ein Abstecher in das Laute und zwischen all dem: Sand in den Schuhen. Mit dem >Bürgermeister< durchs >Alte Land<, mit Herrn Max durch Hamburg, mit den Dänen mitten ins Herz hinein, mit den Schafen übern Deich und mit Emil Nolde >im Wunderland von Meer zu Meer<. Dort war ich, da war ich, dort bin ich, da bin ich. Immer so gerne. Weit weg - und genau deswegen so nah an mir und allem. 

Das ist wirklich Herztherapie für mich, das bloße Einatmen der nordischen Luft, das Meer in meinem Ohr (auf Föhr). Ja, all das hat mich umtrieben in den letzten Tagen - und jetzt freue ich mich, wieder hier zu sein. In der Hoffnung, vieles mitzunehmen und auf den Weg zu bringen, was mich dort so erfüllt hat. Ich kann den Zustand nicht immer halten, aber ich wünsche es mir immer sehr.

Ja, und Hamburg hat mir wieder viel Gutes gezeigt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen ganz bald. Es gibt noch so viel zu sehen.

Hierbleiben. Wegfahren. Mitnehmen.
Herr Max * Schulterblatt 12 * Hamburg // Nolde Stiftung Seebüll // Saxifraga * Glashüttenstraße 100 * Hamburg

Montag, 3. Oktober 2011

dawanda

Das >Süß< bei Dawanda.
Hier kommt die Stimme aus dem >Off<. Ich weile zurzeit im Franzbrötchenland und süße an der Küste rum. Meine sehr >ursprüngliche< Internetverbindung ermöglicht mir an diesem Abend nur ein paar kurze Grüße - und einen kleinen (verspäteten) Verweis in eigener sonntagssüßer Sache: Mit einer großzügigen >Handbewegung< verweise ich hocherfreut auf das Interview, das Anna von Dawanda im DIY-Monat September mit uns Initiatorinnen geführt hat. Wir freuen uns sehr, dass wir dabei sind. Und legen euch ebenfalls die anderen ideenweckenden Gespräche und Selbermacher ans Herz ...

Ein Dank auch an euch, die ihr das >Süß< Woche für Woche wachsen lasst. Wir staunen glücklich über euren Appetit!

Und mich >seht< ihr im Laufe der Woche wieder. Versprochen.