Sonntag, 25. September 2011

spätsommersüß

Fertig zum Transport.
Hier bin ich! Spätsommerverzückt und sonnenstrahlenbeglückt zurück aus Nachbars Garten. War das heute schön? Ich bin so dankbar, dass ich diesen heutigen Tag - und damit auch das Süß - unterm Quittenbaum genießen durfte. Auf das Tablett, das ich ins Grüne trug, hatten es sich passend zum späten Sommer Pflaumen im Rührbett bequem gemacht. Aufgegabelt habe ich das >Süß< bei philuko. In der Menge halbiert und mit einer frischen Schote getoppt. Dazu Sahne als schlagende Krönung. Wenig Küche, große Wirkung! Danke Draußen. Kusskuss. Darfst noch ein bisschen so bleiben.

Pflaumen unterm Quittenbaum.
Euer Süß habt ihr ja quasi schon ins Glückspaket verfrachtet - wer möchte, kann jetzt gerne in den Garten herüberkommen. Egal wo, serviert wird wie immer bei Pinterest ...

Freitag, 23. September 2011

glückspaket

Diesmal wir.
Es ist Freitag. Kann das sein? Die Woche fliegt dahin - und spielt sich zum Ende nochmal richtig auf. Sonne legt sich nieder auf die Welt. So soll es sein. So fühlt es sich gut an. Deshalb schnüre ich - in der Traditon von Steffi und Okka - auch heute wieder ein Glückspaket. Mein persönliches Glückspaket. 

Was schmuggelt sich hinein? Nur Freude. Und Vorfreude. 

1 Über die letzten Rosen aus dem Garten - leider nicht mein eigener. Des Nachbars Paradies, kredenzt in einer Sauciere. Sprießen und fließen. 
2 Über den Sperrmüllfund und flinke Flinger. Jetzt muss ich mir am Wochenende nur noch überlegen, wie es weitergehen soll.
3 Über Punkte, die ich tragen werde. Doppelpunkte. Auf der Bluse. Und streichzart auf den Nägeln ein saftiges >Rotschwarz<.
4 Auf >Vilmas Knäckebröd< zum Frühstück. Ein schwedisches Importgeschenk.
5 Über Post, die sich auf Reisen machen wird.
6 Auf den Geburtstag des >Gare du Neuss<. Zwei ganze Tage lang wird gefeiert.
7 Auf die Superknusperpizza, die heute Abend auf mich wartet.
8 Auf das >Sonntagssüß< - hier bei mir.

Und wir.
Und ihr? Öffnet doch auch ein Paket.  

P.S.: Ihr könnt sehr gerne euren Link zum >Sonntagssüß< unter diesem Beitrag hinterlassen! Ich verschwinde nun in die Küche - und freue mich später mit euch zu >süßen< ...

Montag, 19. September 2011

stopp

>Du hast nicht viel Gepäck, nur ein paar Träume.<
 >Und die schönsten Wege waren noch immer die Umwege.< Kurz gehalten. Gestoppt, geschmatzt und inne. In Münster in der Röstbar habe ich mich am Wochenende in eine Ecke geklemmt. Und jetzt begleitet mich Bosse, der da irgendwie gerade so hinpasst. >Du federst.<

Saust gut durch die Woche!

Ich las neulich: >Augen auf und durch<. Gefällt mir.

Sonntag, 18. September 2011

bienen

>Die Honigfrau< beflügelt mich.
Ein jedes Sonntagssüß ist für mich eine Herausforderung. Mal meistere ich sie, mal nicht. Selten backe ich etwas in Schleife. Manchmal stimmt mich das ein wenig traurig, dass es nicht DEN Klassiker in meinem süßen Repertoire gibt, aber es juckt mich einfach immer wieder in den Fingern, etwas Neues zu probieren.  Zu meinem heutigen Ofenknacker verlieh mir >Die Honigfrau< Inspiration. Ihr Buch ist eine Geschichte über das Imkern - nicht nur, sondern auch >eine Ermutigung, etwas zu riskieren und endlich das zu tun, wofür man wirklich brennt<. Ich hoffe, es bleibt etwas bei mir kleben.

Zurück zum Süß: Honig war das Stichwort für den heutigen Bienenstich. Oder die Interpretation eines solchen. Muffins mit Vanilletaille und einer knackigen Haube aus honigsahnegeschwenkten Mandeln und Pistazien. Zugrunde liegt dieses Rezept, das mich dazu bewog, auch mal wieder mit Öl zu backen. Nächstes mal dann wieder mit Butter. Ich bin nie wirklich überzeugt. Ihr? 

Der Vollständigkeit halber nachfolgend die Zuatenliste für den Teig: 250 Milliliter Milch, 1 Ei, 80 Milliliter (Sonnenblumen)Öl, 125 Gramm Zucker sowie 250 Gramm gesiebtes Mehl und 3 Teelöffel Backpulver. Die Creme geriet ein wenig flüssiger bei mir, weil ich es so lieber mag. Bestimmte Konsistenzen und ich werden einfach nie ein glückliches Paar - und dazu zählt eine sehr standhafte sämige Creme. Jedenfalls rührte ich unter den ausgekühlten Vanillepudding (aus 3 Esslöffeln Milch und 1 Esslöffel Pulver, eingerührt in 100 Milliter kochende Milch) 100 Gramm geschlagene Sahne und 2 großzügige Esslöffel Creme Fraiche sowie ein Päckchen Vanillezucker. Dazu in die Mandelplatte - wie erwähnt - noch Pistazien. Hinein ich das köchelnde Gemisch aus 100 Gramm Sahne, einer saftigen Portion Honig und einem Esslöffel Zucker. Bei mir brauchten die Bienenköpfe satte 35 Minuten in der Röhre, bei vorgeheizten 175 Grad. Anschließend: >Kopf ab!< und die sanft gecremte Sauce einbetten. Voilà!

Haubenträger mit Vanilletaille.
Nun zu euch: Welche Spezies versüßt euch heute den Sonntag? Julie sammelt sie diesmal ein ...

Freitag, 16. September 2011

glückspaket

Wir sind dabei.
Heute ziehe ich auch mal kräftig an der Schnur - für's Glückspaket. Diese Idee warfen schon letzte Woche Steffi und Okka in die Welt. Herrlich! Und weil es doch nichts Schöneres gibt, als sich und anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zeichnen, lege ich mich heute auch ins Zeug.

Mit der Vorfreude auf diese verdammt guten Schokoladenquadrate, die eine Scheibe leicht salzigen Frischkäse in sich bergen. Die Idee kickte mich bei einem der vergangenen Sonntagssüß, (übrigens: diesen Sonntag lädt Julie zum Kaffeeklatsch!). Die 95 Gramm Mehl teilte ich allerdings in 70 Gramm Mehl und 25 Gramm gemahlene Mandeln. Und demnächste kicke ich mich wohl noch etwas höher und teste Ziegenfrischkäse in der Mitte aus.

Den nächsten Platz im Paket konnten sich BOY sichern. Eine Woche lang spielten sie sich nur übers Netz in mein Ohr, seit gestern aber endlich auch über den Player - und als Tickets in der Tasche euphorisieren sie mich ebenfalls. Für Köln. Ich freue mich so - und das bestimmt auch über das Wochenende hinaus. Geht noch jemand von euch hin? 

Außerdem werden mich meine neuen Chelsea Boots glücklich machen. Meine letzten sind gute zehn Jahre mit mir durchgelaufen. Ich bin stolz auf euch! Eigentlich wollte ich sie schon im letzten Jahr austauschen, nur fand ich keinen adäquaten Ersatz. Jetzt wird man überschwemmt mit den Lieblingsklassikern, da musste ich zugreifen. Und ja, Premiere: Sie durften in einem satten Cognac einziehen statt des üblichen Schwarz'. Und weil sie so unglaublich fußfreundlich sind, werde ich sie morgen sogleich beim Flohmarktlauf einwandern. Der letzte in diesem Jahr auf der Promenade in Münster. Die Stadt, die noch einen weiteren Glücksboten für mich bereit hält: die Röstbar. Uh, ich sehe gerade: Es gibt eine Röstbar Drei. Wie toll ist das denn! 

Und zu guter Letzt hoffe ich, dass das Wochenende an den beiden kommenden Morgen - wie auch heute - mich mit den genialen Kraftschubflocken versorgen wird. Das hängt natürlich ganz allein von mir ab - und meiner Motivation.

So, und jetzt ihr: Was macht euch glücklich?

Dienstag, 13. September 2011

kleben

Farbklavier.
Die Farben des Sommers festkleben. Das wäre schön. Die Blütenboten verblühen - was bleibt, ist die Klaviatur der Farben. Aus Washi Papier. Mit dieser farbenprächtigen Schatulle voller Rollen beglückte mich übrigens vor einiger Zeit >ikarus<.

Möchtest du etwas testen? Ja, ich möchte. Das Masking Tape, bitte. Weil ich die japanischen Kleber wirklich klasse finde, weil sie so unverbindlich sind. Kleben, lösen, kleben, lösen. Von der Wand, vom Geschenk, vom Gelée. Und jetzt halten sie meinen Sommer fest - die Stiele zart umschlungen. Irgendwann heißt es auch da: Loslassen. Der Herbst kommt, den ich sehr liebe. Und dann kommt der Winter. Und dann ist endlich die Zeit, diesen tollen Baum zu kleben ...

Was klebt ihr so?

Sonntag, 11. September 2011

farbsatt

Batik. Brombeeren.
Tiefes schwarzrotes Brombeersüß habe ich am Freitag gepflückt. Im Nieselregen. Den Sträuchern am Wegeshang konnte ich nicht widerstehen und füllte eine kleine Tüte mit den Perlfrüchten. In der Küche dann kam mein neues Konfitürentuch zum Einsatz, das fortan ein schickes Muster tragen wird. Genauso wie der Kartoffelstampfer, mit dem ich die Früchte durch das Tuch drückte. Und mit meinen Brombeerbatikfingern. 

Gereicht hat es am Ende für anderthalb Gläser Gelée, das heute mein sonntagssüßes Frühstücksbrot benetzt. Zuckersüß und farbschön. Es bekommt von mir eine Medaille für das schönste aller Gelées.

Und welche ausgezeichneten Süßwaren kredenzt ihr heute? Lasst es Katrin wissen!

Freitag, 9. September 2011

allerlei

Pflaumenblau. Apfelgelb. Minzgrün.
Später Freitagabend - das Wochenende ist schon fleißig. Und was war da alles in dieser Woche? Ich schaue nochmal zurück - mit dieser Liste, die hier schon zu einer kleinen unregelmäßigen Institution wurde. Das ist das Netz. Überall Fäden.

Gesehen Lampen von Zione und Studio Snowpuppe.  
Gehört Valeska Steiner und Sonja Glass von BOY.
Gelesen Immobilienanzeigen (für Amsterdam und so).
Getan Brombeeren gepflückt.
Gegessen Den ersten Apfelkuchen.
Getrunken Den ersten Federweißer.
Gefreut Über Besuch. Die Locken der wilden Clematis, die über Nacht zu Flausch wurden.
Geärgert Über meine Ungeduld.
Gelacht Über die Karamellcremefrisur.
Geplant Gelassen zu bleiben.
Gewünscht Eine Versuchsküche.
Gekauft Mein erstes >Paumes<: San Francisco Kitchens.
Geklickt New Fall Festival.


(Wochenrückblick nach einer Idee von Fräulein Julia)

Dienstag, 6. September 2011

home (made)

Homemade. Yvette van Boven.
Terug - aus Amsterdam. Schön war's auch beim dritten Mal in diesem Jahr. Und aufregend ein bisschen, denn Maren von Ich und Adam hatte mich eingeladen, mit ihr das süße Marktleben zu testen. Auf dem >Sunday Market< - und so sah es aus das gemeinsame >Sonntagssüß<.

Genau drei Fotos habe ich an diesem Wochenende geknipst. Sehr wenig, aufgesogen aber so viel. Von der Stimmung, der Luft, der Wärme, vom Leben. Ich wäre gerne geblieben. Verspürt ihr dieses Gefühl auch manchmal, einfach wegzubleiben, dort zu bleiben? An diesem einen Ort? Es war so sonnig, so voll, so gut. Durch die Straßen, kreuz und quer, hin und zurück ging es für mich. Über den Haarlemmerdijk - schnurstracks in den >Kookboekhandel<, um mir dort >Home Made< einzustecken von Yvette van Boven. Irgendwann im Internet entdeckt, immer drumherum geschlichen, verliebt in die illustrierten Rezepte, verliebt in das Licht.

Nun also ist das Buch mein, in Niederländisch natürlich. Für mein Home-Gefühl. Diesen Herbst erscheint es ebenfalls in Englisch (und im März nächsten Jahres auf Deutsch), für alle, die mehr verstehen möchten. Yvette führt übrigens auch ein kleines Restaurant in Amsterdam: Aan de Amstel. Wird beim nächsten Mal erkundet. Ganz sicher.

Euch ein Dank für die vielen Sonntagsköstlichkeiten, die ihr in meiner Abwesenheit fabriziert habt. Ein imposant gedeckter Tisch ist wieder einmal zusammen gekommen. Wir sehen, wir staunen und freuen uns!

Das Licht, das Licht.
Aan de Amstel * Weesperzijde 42a // De Kookboekhandel * Haarlemmerdijk 133 // Sunday Market * Westergasfabriek (findet jeden 1. Sonntag im Monat statt)

Freitag, 2. September 2011

(auf dem) weg

Konfitüre und Knöpfe.
Hier bin ich kurz. Um zu sagen, dass ich wieder weg bin. Gleich flitze ich los mit wehenden Fahnen und süßem Gepäck für das erste ausländische >Sonntagssüß<. Wilde Mirabel Kerrie und Knop Koekjes. Und bitte, es sagt jetzt keiner, dass die Begriffe nicht stimmen. Mein holländisches Online-Wörterbuch hat mir das so ausgespuckt. Das muss jetzt richtig sein.

Euer >Süß< in zwei Tagen sammle ich an dieser Stelle. Wenn ihr mögt, hinterlasst also unter diesem Beitrag einen Verweis zu eurer Sonntagskreation. Ich freue mich darauf. Und habt ein wenig Nachsicht - ich pinne am Montag und serviere euch das Brett dann pünktlich zum Wochenanfang. Eine schöne Aussicht, oder?

Startet gut in das Wochenende und bis ganz bald. 

Die Knöpfe übrigens - weil gefragt wurde - entstanden nach einem Rezept der Küchengötter. Die perfekten Utensilien für die Herstellung sind nach mehreren Versuchen die Hülle eines Teelichts für den äußeren Kreis, der Verschluss einer Wasserflasche für den inneren und ein Strohhalm für die Löcher. Probiert's aus!