Donnerstag, 26. Mai 2011

treiben, staunen, wiedersehen

Grachten und rasten. 
Buffet van Odette. De Weldaad.
Die Grachten sind wunderbar. Ich liebe ja das Wasser, wie ihr wisst. Und ich beneide die Amsterdamer um ihre Böötchen. Mit denen sie übers Wasser gondeln - ganz gelassen und den Wind auf der Nase. Diese Stadt hat mich wirklich gefangen - zum Glück ist sie recht nah.

Ein Glück auch De Negen Straatjes, ein Netz aus kleinen Straßen mit kleinen und größeren Geschäften. Und als Zweig die Herengracht, die wir gefühlte 27 Mal rauf- und runtergelaufen sind. Mit einem doppelten Stopp bei Odette. Für Sandwich und Kuchen. Für einen sehr guten Kuchen: Lemon Cheesecake, vergoldet durch einen dicken Sonnenstrahl am Samstag. So gut, so fein, leider so früh dicht. Um 18 Uhr ist Schluss mit dem Buffet van Odette.

Außen und innen: Geschäfte.
Mein aboluter Liebling: the Otherist. Ein charmantes Kuriositätenkabinett, in dem ich auch mein >N< als Stempel fand. Hauchfeines Porzellan, alte Wandkarten, Globen, Stillleben unter Glas. Gut gepackt, wunderschön eingerichtet, zum Staunen, zum Verlieben, zum Verlieren. Wirklich sehr herrlich!

Das Schaufenster des >Elcksyn wearoms< knipste ich, weil mir die bestickten Stoffbahnen hinter der Scheibe so gefielen. Weil ich das Innenleben hübsch arrangiert fand, weil es im Detail schön konzipiert war. Mir ist nur leider der Straßenname entfallen und auch im Internet will mir die Seite nicht begegnen. Es war sehr zentrumsnah und im Fotomoment geschlossen. Ein(e) Kundige(r) unter euch, der/die mir weiterhelfen kann?

Leafde. Fenstergenuss.
Ebenfalls furchtbar schön: leafde in der Prinsengracht. Wieder ein Laden ganz nach meinem Geschmack. Fürs Bett, fürs Haus, fürs Herz. Papier, Stoff, Holz. Ausgesuchte Produkte für Momente. Und nach dem Kauf: Cafe Latei am Nieuwmarkt. Riesige Kuchenstücke, köstliche Sandwiches, zum Drinnen- und zum Draußensitzen, für beste Begegnungen, einfach sehr gut.

Am Ende. Wenn ich könnte, würde ich es so machen wie der Hund im Fenster: Amsterdam genießen und mich dem Leben geben. Es war wunderbar! Danke auch an die beste Reisebegleitung.

Architectura & Natura * Leliegracht 22 // Buffet van Odette * Neu: Prinsengracht 598 // Café Latei * Zeedijk 143 // De Weldaad * Reestraat 1 + Noordermarkt 35-36 // Leafde * Prinsengracht 232 // The Frozen Fountain * Prinsengracht 645 // The Otherist * Leliegracht 6 (Dienstag geschlossen!)

Mittwoch, 25. Mai 2011

essen, trinken, kaufen

Proef Amsterdam.
Bei Sonne Richtung Westerpark - zugegeben mit der Bahn. Ich bin ganz fasziniert von der Technik des Kartenlösens: Check-in, Check-out. Und ein wenig hatte ich das Gefühl, dass es mit dem Fahrrad schneller ginge. Das Tempo ist ein anderes - wesentlich zügiger, mit ordentlichem Tritt in die Pedale. 

Das Ziel jedenfalls: das Gelände einer alten Gasfabrik. Hin zu Proef - einem experimentellen Ess-Konzept. Saisonal, regional, biologisch. Was für's Auge, für mein Auge. Und eine Chance, sich der niederländischen Sprache zu nähern mit der Karte. Ich war ganz angetan von der Art des Servierens: Ein >plankje<, viele Einmachgläser mit Schraubverschluss für Saft, Tee und Kaffee, Tassen für den Aufstrich. Guter Salat und >Amsterdams Kranwater< in Flaschen. Die Sonne durchstrahlt die Räume, die Beine ruhen. Anschließend auf einen >Koffie verkeerd< in die Espressofabriek um die Ecke.

Restored. Sukha.
Dann: Ab auf die Haarlemmerstraat und den Haarlemmerdijk. Winkel an Winkel, alles was das Herz begehrt. Mein Blick blieb hängen an den großen Glasglocken im Fenster von Restored. So wie die Kronleuchter in jedem schmalen Amsterdamer Wohnzimmer hängen, begegneten mir die großen >stolp< in fast jeder schönen Auslage. 

Ein grandioser Konzept-Laden: Sukha. Mode, Schmuck, Wohngegenstände. Die Dekoration fantastisch. Fast hätte ich ein Geschirrtuch von Skinny laminx eingepackt. Ich habe zum Glück eine Spülmaschine. Oder leider? Ein Tipp von Katrin war Typique. Skurril, ein wenig verschroben: man findet dort handgedruckte Karten. >Besoffen wie eine Giesskanne< bleibt mir als Buchstabenreihe in Erinnerung. Vielleicht werde ich sie verewigen in meinem neuen Heft von Sanna Annukka. Eine tolle Gegend: Läden wie an einer Perlenschnur. Hin!

Espressofabriek * Gosschalklaan 7 // Proef * Gosschalklaan 12 (Montag geschlossen!) // Restored * Haarlemmerdijk 39 // Sukha * Haarlemmerstraat 110 //  Typique * Haarlemmerdijk 123 // t'Zonnetje * Haarlemmerdijk 45 // Vivian Hann * Haarlemmerdijk 102


Blick und Beute.

Dienstag, 24. Mai 2011

ankommen und umsehen

Unser Zuhause. Vondelpark.
Drei Tage, drei Teile. So hab ich es mir gedacht. Im ersten nun: das Zuhause. Im Amsterdamer Süden, ein wenig abseits des Zentrums, aber nicht unerreichbar. Eine traumhafte (Wohn-)Gegend mit Pflanzen, Bänken und vielen Fenstern zum Spingsen. Lohnenswerte Blicke. Unsere Kondition wurde an diesem Wochenende auf die Probe gestellt: Vierter Stock steil bergauf, Treppenstufen so schmal wie mein halber Fuß - und ganz oben dann der Blick in die Krone. Das Fenster brauchte Unterstützung und wir nicht mehr als das, was wir fanden. Wir hätten es nicht besser treffen können. Ganz in der Nähe der Vondelpark - in der Sonne ein Genuss. Mit Brot und >Boeren Gatenkaas< aus dem Organic  fühlten wir uns ganz entspannt. Und liefen und liefen und liefen. Viel zu Fuß. Straßenzüge auf und ab, mit sausenden Rädern auf beiden Seiten und dem Wunsch in eines dieser schmalen Häuser einzuziehen. >Häuser gucken< gehört als Tipp in jeden Reiseführer, finde ich. Wir fühlten uns mittendrin.

Nebenan.
Morgens schnappten wir uns Backwerk von Simon Meijssen oder gingen genüsslich zu Bertram & Brood. Saßen auf der Bank, während die >Fietsen< fast bis zur Theke rollten. Mit kleinen eingebauten Schiffen zwischen den Rädern - für die Kinder. Auf dem Flohmarkt unweit des Fensters ... nein, eher gesagt am Glascontainer packte ich mir übrigens - das >Sonntagssüß< immer fest im Blick - eine tolle Tortenplatte ein. 

Viele schöne kleine Geschäfte finden sich im Viertel - die Schnappschüsse oben zeugen davon. Eins ist nicht zu sehen, aber unbedingt einen Besuch wert für alle, die sich für Design, Gestaltung, Einrichtungsgegenstände interessieren: &k amsterdam. Dort wanderte auch der schöne Stoffbeutel aus meinem gestrigen Beitrag über die Theke - als Verpackung. Ansonsten laufen, stehenbleiben und entdecken. Immer wieder neu.

Und: Etwas weiter entfernt, aber immer noch im Süden - Duikelman. Unbedingt hin, wenn ihr euch für die >Küche< interessiert - nur nicht montags, da wird sich ausgeruht. Eine geballte Ladung Utensilien, Töpfe, Formen, Werkzeug bis unter die Decke. Ein Ort für Stunden.

Bertram & Brood * Cornelis Schuytstraat 36-40 // Broodbakker Simon Meijssen * Koninginneweg 135 // Duikelman * Ferdinand Bolstraat 66-68 (Montag geschlossen!) // Loman's Loft * Lomanstraat 2-hs // Organic * Cornelis Schuytstraat 26/28 // &klevering Zuid * Jacob Obrechtstraat 19a 

Montag, 23. Mai 2011

zurück

Neue Liebe. Ams.
Ich bin wieder da. Danke für eure Stippvisite in meiner Abwesenheit - nun wird gelüftet. Ich war in Amsterdam. Das zweite Mal, aber das erste Mal so richtig. Und ich bin ganz beglückt von dieser Stadt, von ihrer Gelassenheit, ihrem Freigeist, ihrer Sonne im Herzen. Sie hat mich aufgenommen, und ich habe sie nur ungern losgelassen. Heute ein kleiner Blick. Diese Woche folgt, was sich mir dort aufgetan hat, was ich entdeckt, gefunden und gesehen habe. Ich muss noch ein wenig sortieren - habt Geduld mit mir. 

Schön, euch >wiederzusehen<.

1 Mitgebracht: Buchstabe >N<. 2 Mitgebracht: Jutetüte statt Plastiktüte als Gratis-Verpackung.

Donnerstag, 19. Mai 2011

proviant

Cookies für die Reise. Vorgekostet.
Ihr Lieben, morgen geht es für mich auf eine Reise. Mit { Cookie-Proviant } (liebe Begleitung, schau' jetz mal bitte weg, ja?) für ein Wochenende über die Grenze. Deshalb werde ich diesmal leider auch meine >Pflicht< als Sonntagssüßsammlerin nicht wahrnehmen können. Dafür wird Katrin von lingonsmak tätig werden - alle Süßschnäbel bitte einen Blog weiter wandern. Danke!

Wohin der Zug mich fährt, verrate ich euch nächste Woche, wenn ich mit hoffentlich gut gefüllter Kamera und zeigenswerten Dingen heimkomme. In diesem Sinne: Genießt die freie Zeit - und auf bald! Lasst es euch gutgehen.

Das Rezept für die Schokoladen-Cookies stammt übrigens von meiner Zuckerkringel-Lebensweisheits-Ideengeberin Leila Lindholm - und ist ruckizucki fabriziert. Aus 125 Gramm weicher Butter, die mit 60 Gramm braunem Zucker (wenn ihr es süßer wollt, originalgetreue 80 Gramm) und 1 Ei durch die Spiralen des Handmixers turnt. Mit an der Übung teil nehmen außerdem 90 Gramm Mehl, 15 Gramm Haferflocken, 1/2 Teelöffel Backpulver und 1/4 Teelöffel Salz. Und natürlich Schokolade, 100 Gramm Zartbitter, grob gehackt. Ich habe zudem noch ein Stückchen Ingwer reingerieben. Die klebrige Masse im Tiefkühlfach auf eine verarbeitungswillige Konsistenz herunterkühlen - kleine Kugeln formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech plattdrücken. 10 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen bräunen. (Verzehr-)Fertig!

Mittwoch, 18. Mai 2011

freunde

Ein virtuelles Freundebuch ist im Umlauf. Kennt ihr das noch? Und weil die schöne Erinnerung mich einholt, nehme ich es gerne von Miss Herzfrisch entgegen. Wenn ihr ebenfalls Lust verspürt, packt es euch ein und tragt die Gedanken in die Welt, ihr Freunde!

1 Geburtstag: im Juli
2 Sternzeichen: ein (zahmer) Löwe
3 Haarfarbe: braun
4 Augenfarbe: blau
5 Besondere Kennzeichen: Äußerlich: meine Größe.
6 Lieblingsfarbe(n): Schwarz. Und Weiß. Und Schwarz. Und Cremeweiß. Und Grau.
7 Lieblingstiere: Hunde! Und in Schafe bin ich ebenfalls verliebt.
8 Lieblingsgericht: Ihr mögt es nicht glauben, aber ich esse nicht nur Süß. Fisch mit Kräutern und Zitronenbutter. Und ja, Marillenknödel. So ganz kann ich es als Mahlzeit nicht lassen ...
10 Lieblingslied: Gerade sehr: >Leinen los< von Anna Depenbusch.
11 Interessen: Blättern, gucken, durch die Gegend rauschen und das Meer.
12 Das kann ich besonders gut: Mich orientieren. Namen, Zahlen, Daten merken. Regentropfen zählen. Auskundschaften.
13 Was ich gar nicht mag: Türklinken. Spiegeleigelb. Unruhe.
14 Bestes Erlebnis: Auf einem Bootssteg sitzend, die dänische Südsee sehend.

Dienstag, 17. Mai 2011

rührend

Gut.
Jetzt aber. Er steht in voller Blüte - der Holunder. Und wartet auf mein Zutun. Eine Nacht hat er bereits im Birnenbad verbracht. Ich freue mich.

Was entlockt euch heut' ein Lächeln? 

Gelée wird's übrigens wieder! Und zwar so: Rund 25 Dolden über Nacht in 500 Milliliter ungesüßtem Birnensaft baden. Abseihen, mit 400 Milliliter Sekt aufgießen, 500 Gramm Gelierzucker 2:1 einrühren. Aufkochen, drei Minuten sprudeln lassen und in heiß ausgespülte Gläser füllen. Voilà. Aus ein paar weiteren Dolden teste ich morgen noch kleine Pfannküchlein.

Mittwoch, 11. Mai 2011

zehn

Unterwegs.
Weg. Unterwegs sein. Bei Fee stieß ich auf die schöne Idee von Myriam: { 10 Länder oder Städte, die ich gerne (noch) einmal bereisen möchte. } Mit dem Reisen verhält es sich ja bei mir so: Die Vorstellung, ganz neugierig die Welt zu erkunden, lässt mich immer wieder abtauchen, mögliche Reiseziele wälzen, Orte auskundschaften. Um den Weg dann tatsächlich in die Tat umzusetzen, brauche ich jedoch ordentlich An- und Vorlauf. Ich glaube, ich kann einfach nicht so gut weg sein. Oder dort sein, wo ich noch nie war - trotz der Sehnsucht. 

Außerdem kommt eine Auflage hinzu - besser gesagt zwei. Die Erste: Ich brauche Wasser, am besten Meer. Vielleicht wurde mir das als Kapitänstochter mit in die Wiege gelegt. Ich weiß es nicht. Ich liebe einfach diesen weiten Blick und den Gesang der Wellen. Die zweite Auflage ist: Das Ziel muss entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto, mit der Bahn oder per Schiff erreichbar sein. Was in Kombination sicherlich auch immer funktionieren wird - vorausgesetzt, ich habe viel Zeit. Flugzeug geht jedenfalls nicht.

Da kommt einiges zusammen, was mich dennoch nicht davon abhält, eine >Zehn< (mit leichter Verspätung an Tag Nummer Elf!) zusammenzustellen:

1 Island. Ich mag es gerne karg. Ich mag es gerne naturgewaltig. Irgendwie einsam, und auch wieder nicht. Jedenfalls ein Ziel des Herzens.
2 Amrum. Wasser, Weite, Sand - und Schafe. Ich liebe diese Wollknäule auf Streichhölzern.
3 Immer wieder Hamburg. Zu oft geht nie.
4 Cornwall. Resultiert glaube ich aus meiner kitschigen >Sonntagssfilm<-Vorstellung.
5 Antwerpen. Eine tolle Stadt. Übrigens: Das Modemuseum lohnt sich immer.
6 Der Spreewald. Einfach so.
7 Das Elsass. Ich möchte unterwegs das Pistazienparfait bei Lea Linster kosten.
8 Zürich. Oder Züri. Klingt so wohlwollend.
9 Die Provence. Der blühende Duft des Lavendels in Kombination mit Brot und Käse.
10 Formentera. Noch einmal mit der Vespa über die Insel rauschen - wie früher. 

Und ihr?

>An Matrosen lieb ich eigentlich nur das Meer< - sang Anna Depenbusch gestern.

Dienstag, 10. Mai 2011

tadaa!

Gewinnerin.
Um genau 15 Uhr und 9 Minuten stand fest: Ich bin eine Gewinnerin! Und so verlasse ich in etwa zwei Stunden meinen Schreibtisch, um mich der Musik von Anna Depenbusch zu widmen. Ich wurde mit zwei Konzertkarten für den heutigen Abend bedacht und freue mich sehr. Und sehe mich dort symbolisch mit einem >Astra< in der Hand - wie die Edekafrau. Schließlich kommt der Gast aus Hamburg, der schönsten Stadt der Welt nebenbei bemerkt. Bis bald.

P.S. Es ist 23.34 Uhr - und es war so fantastisch! Geht hin, wenn ihr könnt. Hört hin, wenn ihr könnt. >Es wird gut, es wird groß, es wird gold!<

Sonntag, 8. Mai 2011

pistazie

Grüner Teppich.
In Grün-Weiß habe ich das Wochenende eingeläutet, und so klingt es auch farblich wieder aus. Mein heutiges { Sonntagssüß } fand ich bei Lea Linster. Ihre fantastische >Creme Brûlée< ist bereits fester Bestandteil meiner >Immer-wieder-Desserts< - und so konnte ich auch dem Pistazienparfait aus der aktuellen >Brigitte< nicht widerstehen. Das Schönste ist wahrlich der grüne Teppich, der sich so flauschig über die Eismasse legt. Doch bevor er >ausgerollt< wird, steht die Küchenarbeit an. Ein Tag Vorlauf und Zeit, ist nicht nur Bedingung für den frostigen Zustand. Für den benötigten Zuckersirup brauchte ich gestern drei Anläufe - und auch die Suche nach Pistazienkernen hat mich ein paar Botengänge gekostet.

Aber nun zum Löffelschwingerteil: 35 Gramm Pistazien, 35 Gramm gutes (!) Marzipan, ein gehäufter Esslöffel Puderzucker, etwas Kirschwasser (ich habe Himbeergeist verwendet) sowie ein Esslöffel flüssiges Eiweiß werden im Blitzhacker eins. Danach muss es rasch weitergehen: 100 Gramm Zucker und 30 Milliliter Wasser köcheln sich im Topf zu einem Sirup ein. Achtung: Nicht zu lange auf der Flamme lassen, dann wird der Zucker erst krustig und später zu Karamell. Das ist zwar auch fein, aber in diesem Fall würde der Karamellgeschmack die zarten Pistazien optisch und geschmaklich übertünchen. Deshalb ist es auch wichtig, gutes Marzipan zu verwenden, das nicht durch künstliches Bittermandelaroma den Ton angibt. Denn die grünen Kerne sind sehr dezent und viel zu kostbar, um sich wegschmecken zu lassen. 

Weiter im Rezept mit 4 Eigelb, die kurz mit dem Handmixer angeschlagen werden, um dann Schluck für Schluck eine Verbindung mit dem Zuckersirup einzugehen. Beides zusammen lange luftig schlagen, bis die Masse eine hellgelbe fluffige Konsistenz erreicht. Nun mischt das Pistazienmarzipan sich ein sowie 150 Gramm geschlagene Sahne. Ruckzuck kleine Metallförmchen bis zum Rand füllen (an dieser Stelle: Danke Julie, für die tolle Timbalform!) und am besten über Nacht im Gefrierfach kalt stellen. Vor dem Servieren legt sich der Teppich aus 25 Gramm gemahlenen Pistazienkernen aufs Parfait. Der Auftritt: anmutig und furchtbar köstlich! Stürzen und nachträglich bestreuen, geht natürlich auch.

Und ihr: Welch' Werk habt ihr an diesem Sonnentag empfangen? Präsentiert es gern bei lingonsmak!

P.S. Aus den nicht benötigten Eiweiß lassen sich kleine süße Baisers zaubern - zum Beispiel für das knisternde Eton Mess.

Mittwoch, 4. Mai 2011

müsli

Frühstück. Schalen von Ilmgold.
So könnte ein gutes { Frühstück } aussehen: Schwedenmilch mit sauersüßen Tropfen Sanddornsirup und Joghurt natur mit knackigen Kräuseln serviert in prachtvollen Schalen. Die Betonung liegt auf könnte. Denn die Müslikräusel wären eigentlich eine kräftige Schnitte oder zumindest guten Bisses, hätte ich bei der Produktion nicht irgendeinen unerfindlichen Fehler eingebaut. Zu einem Riegel reichte es trotz doppelter Portion >Kleber< nicht, und als Kräusel waren die Bruchstücke zwar geschmacklich tropisch gut, aber nicht so wirklich ausgestattet mit einem knusprigen Zauber (oder Mädels?). 

Deshalb wende ich mich heute an euch, an die erprobten Müslifabrikanten: Verratet mir doch bitte euer bestes Rezept - für Schnitte oder Streusel. Hauptsache der Biss stimmt.

Im Voraus schon ein Dank an euch!