Samstag, 30. April 2011

bilderbuch

Fund der Woche.
Schritt für Schritt.
Fast ohne Worte.
Vorneweg: Ein Dank für eure letzten Worte zu meiner Regenpause. Sie haben mich erfreut.

Ein wenig Licht durchbrach die Woche in Form meines jüngsten Fundes aus dem >Outlet<. Es scheint, ich habe eine Vorliebe für die Aussortierten wie unlängst schon die Wolke. Dieses Buch jedenfalls lag auf dem >Mängeltisch<. Ich schloss es sofort in mein Herz - zusammen mit zwei anderen Tischnachbarn. Dazu mehr ein anderes Mal. Dies hier nun nennt sich { Backen nach Bildern } und ist ein wunderschöner Hingucker. Ich sage dazu, dass mich verführten eben diese Bilder. Die Rezepte sind Basis oder Klassik aus den Backstuben der Welt, im Ergebnis aber sehr hübsch angerichtet. 

Die Vogelperspektive, die auch meine liebste ist, ist das stilistische Mittel der Wahl. Die Sprache: Reduziert, schlicht und im Detail gespickt mit spitzen Ideen (ganz wie das Kleid der >Herzogin von Cambridge<). Es erinnert in der Optik durchaus an Donna Hay, die für mich ganz oben steht. Hier dominiert ganz klar das Bild, fast selbsterklärend ohne Text. Ich hätte nichts hinzuzufügen - und verzichte gern. 

Im Hinblick auf das >Sonntagssüß< ein kleiner eingeknipster Vorgeschmack. Morgen hier an dieser Stelle weiteres Küchenwerk. Ich zähle auf euch.

Donnerstag, 28. April 2011

wolke

Das Gemüt. Postkarte von Mr. Fågel.
Ist es wirklich schon soweit? (Fast) Freitag - und ich bin von der Sonne direkt in den Regen abgetaucht. Verschwunden. Eingenieselt. Dabei ging die grüne Wolke aus dem { goldspatz } ohne Prophezeihung mit nach Hause. Ich nahm sie in meine Obhut, weil ein Knick sie ausknockte. Aus der Regulärregalware. Und nun ist sie das Zeichen dieser Woche: In meinem Kopf da regnet es - und draußen sowieso.


Follow Wills and Kate. Print von HouseThatLarsBuilt über Etsy.
Die Wolke aus der Regen tropft, ist auch der Stern, der über William und Kate zu stehen scheint. Ja, ich gebe zu, ich würde die beiden gerne sehen auf dem Schirm, wenn ich denn könnte. Bin ich doch im leichten Fieber, nicht ganz so hoch, wie in den letzten skandinavischen Jahren, aber ausreichend. Doch mit dem Hoch wird es wohl nichts, wird aus der Hochzeit eine Tiefzeit - glaubt man dem Wetter. So sehe ich mich lediglich als virtuellen Punkt auf dieser Karte mitmarschieren. Freude denen, die morgen >live< dabei sind. 

Und nächste Woche wieder mit mehr Zeit für euch. Ich freue mich. 

Übrigens auch sehr über die Spuren, die ihr hier trotz meiner Abwesenheit hinterlasst.

Dienstag, 26. April 2011

rhabarber

Sanft gebettet.
Vorbei - das freie Wochenende! Mit ihm geht die Zeit in den Kissen. Die Zeit des Sonnenstrahlen-sammelns draußen und an der offenen Balkontür. Der Momentekompott. Vereint im Herzen - und in der Schüssel. Ich habe ihn verschlungen; und nun geht es weiter. Energetisiert und mit Kraft. Ich grüße euch am Dienstag in die verzögert startende Woche. 

Erfreut euch an ihr.

Montag, 25. April 2011

festtagssüß

Ostersüß mit >Cheesecake<.
Ist das nicht herrlich? Wie wunderbar dieses sonnenreiche Osterwochenende bisher war. Lauter warme Strahlen, die Herz und Körper wärmen. Und so habe ich mein { Sonntagssüß }, das gleichzeitig auch ein Ostersüß war, an der offenen Balkontür genossen. Leider ist mein Balkon zur Zeit eine sanierungsbedingte Baustelle, und so konnte ich lediglich eine Freiluftszenerei VOR dem Balkon fabrizieren. Aber das mit Blick auf die blühende Kastanie und den Gedanken im Himmel. Mit Milchschaumschlückchen aus der Kaffetasse, mit Limonade und einem eher unkonventionellen Osternaschwerk: einem Zitronen-Cheesecake mit Keksboden aus >Oreos<. Wer das Frischwerk mit dem schwarzen Boden nachbauen möchte, dem sei das Rezept nun hier verraten:

Der Boden ist ein Ruckizucki-Boden, und wird geschaffen aus 32 Oreo-Kekshälften (ohne Füllung!) und 40 Gramm flüssiger Butter, die in der Küchenmaschine ihre Runden drehen. Ist ein feuchter Zustand erreicht, wird der Boden plus Rand in eine kleine - mit Backpapier ausgelegte - Springform (20 cm) mit den Fingern eingepasst.

Die Füllung setzt sich zusammen aus 400 Gramm Frischkäse, 150 Gramm Crème Fraîche, 150 Gramm Zucker, 2 Eiern, dem Saft und der Schale einer Bio-Zitrone, dem Mark einer Vanilleschote, 1 Prise Salz sowie 2 Esslöffeln Mehl. Gut durchrühren und ab damit auf den schwarzen Untergrund. Glattstreichen und in den auf 150 Grad vorgeheizten Ofen schieben für etwa 50 Minuten. Wichtig: Braun soll er nicht werden! Eine zartgelb gefärbte Decke, die beim >Rütteltest< sich sanft bewegt, ist das Ziel. Ist das erreicht, den Kuchen bei leicht geöffneter Tür runterkühlen lassen. Anschließend: Ring ab und vollständig auskühlen lassen. Erst dann ist die Zeit reif, um den Kuchen auf eine Tortenplatte zu hieven und ihm im Kühlschrank bis zum endlichen Verzehr die angeordnete Ruhephase zu ermöglichen. Übrigens: Bitte nicht (wie ich) den Fehler machen, und die Konsistenz der Decke mit der Fingerkuppe antesten. Das reisst ein Loch in Kuchen und Bäckerherz.

Und jetzt will ich es wissen: Was hat den Ostertisch bei euch geziert? Verratet es bei mat & mi. 

(Inspiriert durch ein Rezept von delicious days)

Sonntag, 17. April 2011

tiramisu

Zieh' mich hoch.
Als mich zum Wochenende die beiden Becher Mascarpone anlachten, war es um mich geschehen. Die Idee für das { Sonntagssüß } - das diesmal eher ein Wochenendsüß ist - war geboren. Tiramisu sollte es sein, diese wunderbar cremige Aufschichtung mit zuckrigen Biskuit. Aus der Tüte in der Tat, selbstgemacht bestimmt ein noch höherer Genuss.

Für eben diesen werden 4 Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee - und verweilen dann ein bisschen an der Seite. Denn in der Zwischenzeit müssen die 4 Eigelb mit 130 Gramm Zucker ganze 5 Minuten mit dem Quirl verbringen - bis sie zu einer fast pastösen und fast weißen Masse werden. Ist der Zustand erreicht, mischt sich die Mascarpone ein - 500 Gramm für's cremige Vernügen. Aufgelockert durch den Schnee wird dann Schicht um Schicht, mit in 200 Milliliter Espresso getauchten (Dinkel-)Biskuit, ein Mehrfamilienhaus äh ... schmaus daraus. Dunklen Puder nicht vergessen!

Und nun: Gebt preis euer süßes Sonntagswerk - drüben bei lingonsmak. Ich freu mich drauf!

Samstag, 16. April 2011

marmeladenmomente

Wie toll wäre es, wenn man schöne Momente in Marmeladengläser schließen und daran riechen könnte, wenn es einem mal nicht so gut geht?
(aus: >Die wilden Hühner< von Cornelia Funke)

Freitag, 15. April 2011

art

Geschockt. Gelassen.
Ist sie nicht schön? Kunst, die Art. Kam mit vom Markt und sonnt sich nun. Die Zeitung, in der zwei passende Worte standen - nicht nur farblich -, war das Polster für eine süße Überraschung, die ich von 23qm Stil bekam. Sobald ich diese angetestet habe, knipse ich für euch ein schmackhaftes Bild. Das Wochenende naht, und hier strahlt die Sonne schon ins Fenster. Ich entlasse euch bis dahin mit ein paar vor-österlichen Klicks, die mir unlängst Freude brachten.

Osterbrötchen von bastisRIKE.
Ostern meets Neon von herzkaspar via SoLebIch.  
Easter Bunny Cupcakes von Ohhh...Mhhh...
Frühlingssträußchen von den Schlitzohren

Genießt es alles, das was kommt. Und trotzdem: Schön gelassen bleiben.

Montag, 11. April 2011

blaue gedanken

Blaue Post.
Inspiriert und berauscht zum heutigen Beitrag wurde ich von einer blauen Welle: Vorangetrieben durch die Farbe Blau in Mano's Welt sowie durch die wunderschöne blaue Sammlung von philuko. Vollendet durch blaue Post, mit der mich ebenfalls Julia grüßte. All diese Stränge führen mich zu meinem >blauen< Montag.
Ich weiß nicht, wer bei mir im Kopf die Fäden zieht, aber meine Wochentage haben Farben. Wenn die Sonne scheint, spüre ich sie noch intensiver, als würde das Licht sie durchdringen und ihnen Atem einhauchen. Aber auch sonst sind sie so präsent und unabkömmlich wie die Creme auf der Zahnbürste. 
Ich habe die Farben nicht bewusst gewählt, um mir die Tage besser merken zu können, es fühlt sich vielmehr so an, als wäre ich über Nacht damit bedacht worden. Wie ein Vogel, der einem urplötzlich ins Haus flattert und der bleibt, weil es ihm gefällt. Mir fehlt der Bezug zu den Buchstaben, die einen Tag ausdrücken, denn das übernehmen die Farben; sie bringen die 24 Stunden in Form und zeigen mir, wann die Sonne aufgeht – quasi eine 1A Übersetzung. 
Auch bei den einzelnen Farben hatte ich keine Wahl. Sie sind gekommen, um zu bleiben: vom dunkelblauen Montag bis zum maisgelben Sonntag und dazwischen Orange, Hellblau, Lila, Braun und Grau. Ich muss zugeben, objektiv betrachtet sind die Farben nicht die Schönsten, aber so fest verankert, dass hier Äußerlichkeiten - anders als bei Zahlen - nicht zählen. In Farben kann ich mich verlieren, sie berauschen meine Sinne weitaus mehr als Buchstaben, sie sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern Grundlage meiner Wahrnehmung.
(Textauszug, veröffentlicht in >Glanzstück< Winter 2006)
Genießt das Blau - auch über das heutige hinaus. Eintauchen, abtauchen, weitertauchen. Im Blau geht so vieles. Ich wünsche euch eine farbenfrohe Woche.

Donnerstag, 7. April 2011

franz

Franzbrötchen.
Gestern kam der Lieferdienst aus Hamburg. Im Gepäck: sechs { Franzbrötchen }. Ich liebe Franz und seine Schneckenlocken - es war die berühmte Liebe auf den ersten Biss. Wir kennen uns schon lange, führen aber leider eine Fernbeziehung: ich in der Mitte und der Franz ganz oben. Gestern gab es nun endlich ein heißersehntes Aufeinandertreffen. Abseits aller Romantik bedeutet das: Mein Vater stapelt die Brötchen in einer Tüte auf und transportiert das klebrige Papier aus dem Norden zu mir. Das weitere Procedere sieht sofort ein ganzes >Franzbrötchen< für mich vor, der Rest wandert wohl verpackt in die tiefgekühlte Truhe. Sparsam portioniert taue ich mir den Franz in Teilen auf, inhaliere den Zimtduft und vertilge ihn anschließend schmatzend. Denn: Wer weiß, wann wir uns wiedersehen.

Angeblich soll es jetzt auch am Düsseldorfer Hauptbahnhof >Franzbrötchen< geben. Ich finde aber, der Zauber liegt darin, dass so ein Brötchen nicht immer präsent ist. Das steigert die Freude. Zugegeben: Nach diesem Video (das mir netterweise Ms. Fisher zukommen ließ) werde ich sie wohl doch einmal probieren. Allerdings nur, um zu testen, ob wir für ein dauerhaftes Zusammenleben geschaffen sind.

Habt ihr auch etwas, wonach ihr euch sehnt?

Dienstag, 5. April 2011

dolcinella

Das süße Leben.
Die >süße Woche< geht in die dritte Runde. Nachdem ich am Samstag süßes Zubehör getrödelt habe, gefolgt vom obligatorischen Süß am Sonntag in Form von Cremecroissants, habe ich diese Woche zur rein süßen auserkoren. Zumal mir am Mittwoch auch noch eine süße Begegnung bevorsteht ...

Aber nun zum Ausflügler: Mittlerweile wisst ihr vielleicht, dass ich mich in Düsseldorf umtreibe, der Stadt, die sich mausert - auch was hübsche Zwischenstopps angeht zur Pause. Mein Liebling zum Kuchenpicken ist seit ein paar Monaten das { Dolcinella }. Weil es einfach ein wunderschöner Raum ist, weil es einen >italienischen< Blick in den Hinterhof gibt, weil die Schmackigkeiten so toll verpackt sind, weil der Müßiggang dort zelebriert wird. Zugegeben: Zuweilen auch, was den Weg der Torte zum Tisch angeht. Doch weil ich von Ruhe beseelt bin, wenn ich dort lande, sehe ich meistens großzügig darüber hinweg. Ihr seht: Ganz viele positive >weils<. Bei meinem letzten Besuch habe ich für euch geknipst - leider hat es getropft und es war etwas düster, aber kostet es mal bei Sonne durch! Das >Dolcinella< liegt ein wenig am Rande, ist mit der Straßenbahn aber ideal zu erreichen. Nummer 15 ist der Tipp, der euch fast bis vor die Tür bringt.

Freitags wird übrigens immer zur >Tea Time< geladen: Shortbread, Sandwiches, Scones - letzere übrigens auch noch auf meiner >to-bake-list< stehend. Ansonsten: Marzipanstreusel, Sacherwürfel, Cannelés, Schokoladentarte oder Maracuja-Käsekuchen, lauter süße Frucht- und Hüftenfracht. Probieren, bitte.

Dolcinella 
Tannenstrasse 35
40476 Düsseldorf

Montag, 4. April 2011

zucker

Eingedeckt. Baiser.
Am Wochenende war ich auf dem Flohmarkt. Seit der schöne Markt am >Alten Güterbahnhof< in Düsseldorf nicht mehr existiert, habe ich so lange auf eine tolle Alternative gewartet. Seit letzten Herbst beheimatet nun der { Gare du Neuss } samstags einen Antik- und Trödelmarkt. Jedes Mal, wenn ich dort bin, verschwindet etwas in meiner Tasche. Diesmal nun für mich kleine Zuckerbäckerin eine Tortenplatte und zwei Tortenringe aus einer Konditoreiauflösung für sechs Euro. Fantastisch! Hätte die Sonne am Samstag nicht eh schon gestrahlt, ich hätte das Lächeln auch ohne sie geschafft. Beim Blitzen der Beute fiel mir noch mein großer Liebling in die Hände. Mein Baiserring. Passte so gut - der Tupfer. Ich wünsch euch was: Kommt gut durch die Woche! 

Für Flohmarkttipps von Überall bin ich übrigens immer aufgeschlossen: Falls ihr welche habt, verratet sie mir!

Und noch was: Diese Woche bleibt es süß. Schon morgen habe ich einen wunderbar köstlichen Ausflügler für euch.

Freitag, 1. April 2011

visite

Mich zum Mitnehmen.
Schon wieder sind zwei Tage verstrichen - doch heute geht es weiter im Text. Danke für eure vielen netten Kommentare zum >Inneren<. Überhaupt: Danke für eure lauten und leisen Besuche, die mich so wunderbar überraschen und freuen. 

Jedenfalls bekam ich vorhin Post. 

Im Umschlag steckten Visitenkarten. Visitenkarten sind ein schwieriges Thema, wie ich finde - am liebsten hätte ich natürlich tolle einzigartige, eigens für mich fabrizierte Botschaften, für die ich nicht allzuviel klimpern muss. Irgendwann dann. Ich brauchte sie aber jetzt - und fand einen Kompromiss für mich. { MOO }. Sitzt in England und bietet wirklich hübsche Kartenpäckchen, die auch mir gefielen. Der Clou an >MOO< ist eigentlich, dass man sich eigene Vorlagen drucken lassen kann, innerhalb eines Päckchen sogar mit verschiedenen Motiven, wenn man möchte. Ich entschied mich aber für bereits existierende: für ein >Fräulein< und für eine Karteikarte. Einmal verspielt und einmal schlicht. Außerdem für mattes und stabiles Recycling-Papier, auf das ich noch kritzeln kann mit meinem Füller. Kein labbriges Blättchen! Ich bin wirklich angetan, auch von der schlichtschönen Box, in der die Karten zu mir reisten. Sie gefallen mir sehr - und vielleicht gefällt euch dort auch etwas. In diesem Sinne: Ein wunderbar sonniges Wochenende und bis ganz bald. 

P.S. Immer wieder sonntags - diesmal bei mat & mi