Freitag, 13. Januar 2017

golden cookies (oatcakes + gewürzkekse)

golden cookies (oatcakes + gewürzkekse) I fräulein text


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Eigentlich hatte ich vor, die Siebzehn mit einem kleinen Rückblick zu begrüßen - einfach, um mir (auch) selbst vor Augen zu halten, dass es da was Gutes gab im letzten Jahr. Neben den vielen ernüchternden (vor allem gesundheitlichen) Dauer/Baustellen - und dann ist plötzlich schon der dreizehnte Tag. Und ich entscheide mich für goldene Zuversichtscookies. Auf 352 kommende Tage voller Mut und Strahlkraft, genügend Biss und noch mehr Leichtigkeit, Akzeptanz und (inneren) Frieden. Glück, Gelassenheit und >Gemeinsam< in den richtigen Momenten.
Es schneit (gerade).

Die Plätzchensaison ist letztes Jahr einfach ausgefallen. Es fehlte die Lust, ja, aber es war auch ein bewusster Verzicht zugunsten meines Körpers. Ausnahme waren die krossen Gewürztaler mit Nuss, Trockenfrucht und Amaranth. Letzte Woche kamen schottische Oatcakes hinzu. Sehr mild gesüßt, fast schon neutral, perfekt als salzig belegte Frühstücks/Lunch/Snack Basis. Süßer wird es mit ein bisschen Nussmus u/o Fruchtaufstrich. Ich zehre immer noch vom Sanddornglas aus der >Villa Augustus<, deren Herbstbesuch in Spontanweite zum Meer definitiv zu diesen >richtigen Momenten< zählte.

Oatcakes (nach 3191 Miles Apart)

150 Gramm Haferflocken, 125 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 40 (bis 50) Gramm Zucker im 1:1 Verhältnis von Kokosblüte und Muscovado, 1/2 Teelöffel Meersalz, 1/2 Teelöffel Natron, 115 Gramm weiche (!) Butter sowie als persönliche Geschmackszugabe 1 Esslöffel gemahlener Mohn in einem >Food Processor< o auf der untersten Stufe des Handrührers langsam miteinander verkneten. 2 großzügige Esslöffel (Rahm-)Joghurt hinzufügen bis sich ein weicher, leicht klebriger Teig formt. Mehlbestäubt zu einer Kugel rollen.

Ausrollen, am besten auf Mehluntergrund und nicht allzu dünn, und (25 bis 30) Kreise ausstechen. Mit einer klassischen Ausstechform o mithilfe eines Glas'. Auf Backpapier 15 Minuten in den 175 Grad heißen O/U Ofen schieben. Leicht gebräunt sollen die Oatcakes sein . . . nach dem Abkühlen luftdicht verschließen.

Gewürzkekse (in Anlehnung an die Knusprigen Weihnachtskekse aus dem Alverde Magazin)

25 Gramm Cashews und 30 Gramm geröstete Haselnüsse (fein) hacken, ebenso getrocknete Mango und Ananas (in etwa 20 Gramm). 75 Gramm Butter schmelzen und bräunen (!). Seit Nicole Stich verzichte ich auf diesen Schritt nicht mehr, wenn es um >Cookies< geht : )

Nüsse, Früchte und Butter zusammen mit 50 (bis 75) Gramm Zucker in einer Mischung aus Rohrohr, Muscovado und Kokosblüte1 Ei50 Gramm Haferflocken20 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 15 Gramm gepopptem Amaranth10 Gramm Chiasamen30 Gramm Kokoschips1/2 Teelöffel (Weinstein-)Backpulver und großzügiger (!) Gewürzprise aus Ingwer, Kardamom, Zimt oder in meinem Fall: dem Keksgewürz >Ginger & Bread< (mit einem Holzlöffel) verrühren.

Mit feuchten Fingern (rund 25) handflächengroße Taler formen und auf ein Backpapierblech legen. Bei vorgeheizten 160 Grad U etwa 10 Minuten goldbraun backen - sagt das Originalrezept. Meine Kekse erreichten den gewünschten Knusperfaktor allerdings erst bei 20 Minuten. Oder waren es gar 25 Minuten? Dann aber wirklich.

An dieser Stelle ü noch ein >Merci< für die schöne W/Post, die mich wieder aus dem virtuellen Raum erreicht hat : )
+ >Alles über Bord< von Anna. Ich freue mich so. Fühlt sich an wie ein Geschenk.

Montag, 5. Dezember 2016

netzkonfetti // 02

netzkonfetti 02 I fräulein text

schmecken Danke, Anni (immerimmerwieder!) für deine 1a kitchen. Uromas sanftes Geheimnis. Michas Linzer Torte und Tariks KürbislasagneLebkuchen vom Blech. Miz Zumbühl empfiehlt >Besessen. Meine Kochmemoiren<.

sehen / lesen / hören / klicken Peter Lindbergh (noch bis Februar) in der >Kunsthal Rotterdam<. Am liebsten möchte ich nochmal hin :) Die Collagen von Katrin Klink. >You wanna teach me to dance.<  hei astrid (und ihre >things I like lately<) wiederentdeckt. Abwechselnd beblätternd: >Inspiration Wabi< und Louisa Thomsen Brits >The Book of Hygge<. Haus Birkedal. Taschendesignerin Pirjo Marx. Rikes spontaner Adventskalender. Tina Kamis Keramik. Finde Dich. Julie erzählt (mir) von der TED Radio Hour. Sabrina spricht über Zahnpflege. Gut schlafen.

fühlen / drüberdenken Hedi Schneider steckt fest (noch drei Tage in der Arte Mediathek zu sehen!). >I’ve always been drawn to the things we’re not supposed to talk about.< November 30. Ramona über MangelgedankenAuf dem Teppich sitzen und auf andere zeigen. (Hier ist der Artikel dazu. Und hier das erste Stück auf der Wäscheleine.) Keine Zeit ist verloren.

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Der Auftakt: netzkonfetti // 01
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Montag, 28. November 2016

clementine cake

clementine cake I fräulein text



o o o   oo

Einer der ersten Kuchen, den ich sehr zu Beginn dieses Blogs verknipste (sechs Jahre ist das ü fast schon her! w-o-w) war Nigella Lawsons Clementine Cake. Der Clou: Ganze Clementinen samt Schale werden erst auf dem Herd butterweichgeköchelt, anschließend püriert und mit wenigen weiteren Zutaten zu einem Teig vermengt. Nach wie vor finde ich die Art der Zubereitung abenteuerlich, der Geschmack allerdings - pendelnd zwischen herb und fruchtig, zartbitter und süß - ist mir immer wieder ein seeliges Polster, welches in den Vor/Weihnachts/Winter nicht besser passen könnte. Die CouSi erinnnerte mich unlängst an dieses ver-rückte fruchtige Kissen und fragte nach dem Rezept. Das habe ich hier tatsächlich noch nie aufgeschrieben - und so geht der CC en détail quasi in cc an Dich :) und an alle anderen, die neugierig probieren möchten.

Die Hauptakteure sind (na klar!): Clementinen. Je nach Größe etwa sechs bis acht Stück - mit einem Gesamtgewicht von 375 Gramm. Da die Schale mitverzehrt wird, verwende ich natürlich, aber hier erst recht, kernlose Bio-Früchte. Die landen knapp mit Wasser bedeckt in einem Topf, werden aufgekocht und dann etwa zwei Stunden simmernd in Ruhe gelassen. Es entwickelt sich ein etwas eigenwilliger Geruch, bitte nicht irritieren lassen ;) Ein kurzer Blick ab und an ist dennoch unerlässlich, falls das Wasser einmal versiegt. Dann unbedingt etwas Flüssigkeit nachgießen, damit die Clementinen nicht anbrennen. Wenn die Schale aufplatzt und die Früchte auf Fingerdruck nachgeben, ist alles richtig! Die Clementinen abgießen oder mit einem Löffel aus dem Nass heben und komplett mit Haut und Haar im >Blender< o mit dem Pürierstab zu einem Mus pulsieren.

Sechs Eier peu à peu hinzuschlagen, außerdem 200 Gramm Rohrohrzucker (oder auch etwas weniger, je nach persönlicher Süßpräferenz) sowie 250 Gramm gemahlene Mandeln ohne Schale und alles mit dem Handmixer verrühren. Noch ein gehäufter Teelöffel Backpulver, das war's. Die Masse in eine gebutterte Springform (24er) füllen und bei vorgeheizten 180 Grad O/U für 30 bis 50 Minuten in den Ofen schieben. Mein Kuchen erreicht die perfekte Konsistenz bereits nach 35 Minuten: die Ränder satt gebräunt, die Decke ebenmäßig, das Innere saftig, aber nicht klebrig. Zur Sicherheit macht eine Stäbchenprobe + eventuell vorzeitig abdecken, er bräunt recht schnell!

Im Ring auskühlen lassen, anschließend aus der Form lösen und warten, bis der Kuchen vollständig heruntergekühlt ist, um ihm noch eine Glasur aus Puderzucker und Clementinensaft zu verpassen. Ich serviere ihn weiters gerne mit einer dicken Sahnewolke (o einem Klecks Rahmjoghurt) >on top<, die die leichte Bitterkeit des Kuchens perfekt abfedert. Beides ist keineswegs ein Mu/ss . . . nur mein Mü 

- für noch mehr Winter.
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